Molch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Molch(e)s · Nominativ Plural: Molche
Aussprache
Wortbildung mit ›Molch‹ als Letztglied: ↗Kamm-Molch · ↗Kammmolch · ↗Lustmolch · ↗Stinkmolch · ↗Teichmolch
eWDG, 1974

Bedeutung

zur Familie der Salamander gehörender, an das Leben im Wasser angepasster Schwanzlurch, der einen großen, flachen Kopf auf eidechsenartigem Körper und einen seitlich zusammengedrückten Schwanz hat und dessen Zähne in zwei Längsreihen angeordnet sind
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Molch m. eidechsenähnlicher Schwanzlurch. Die Form mit auslautendem Guttural, die sich durch den Gebrauch bei Luther in der Schriftsprache durchsetzt, ist erst seit dem 15. Jh. bezeugt. Älter sind ahd. mol (um 800), mol(l)o (um 1100), molm (9. Jh.), molt (Hs. 12. Jh.), mhd. mol, molle ‘Eidechse, Molch’, asächs. mnd. mol. Die Herkunft der Bezeichnung ist unbekannt. Der auslautende Guttural mag analog zu anderen Tiernamen mit k-Suffix angetreten sein. Wenn man eine Herleitung von der Wurzel ie. *mel(ə)- in Farbbezeichnungen, vor allem für dunkle, schmutzige Farben, gelten läßt, ist Molch verwandt mit den unter ↗malen (s. d.) behandelten Formen. S. auch ↗Olm.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ei Eidechse Erdkröte Fisch Fledermaus Frosch Goldfisch Hamster Insekt Krebs Kröte Lurch Maus Salamander Schildkröte Schlange Unke Wurm wandern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Molch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei ist der Molch als solches ein überaus respektables Tier.
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2000
Es gibt Molche mit dunklen und solche mit hellen Eiern.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 258
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, auch an den letzten Molch - nur nicht an die bald fünf Millionen Arbeitslosen.
Bild, 02.12.2004
Zu meiner großen Freude schenkte mir unser Biologielehrer eines Tages einen Molch.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 43
Hernach habe ich die anderen Molche wieder in den heimischen Tümpel zurückgebracht.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Molch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Molch>, abgerufen am 17.07.2019.

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