Modebranche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Modebranche · Nominativ Plural: Modebranchen · wird selten im Plural verwendet
WorttrennungMo-de-bran-che
WortzerlegungModeBranche
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

den Bereich der Mode (Lesart 1) umfassende Branche
Beispiele:
Das italienische Luxusmodehaus Gucci verzichtet künftig auf Pelzmode. […] Der Konzern werde […] der Fur Free Alliance beitreten - einer Gruppierung aus mehr als 40 Organisationen, die für Tierrechte und für Alternativen zur Pelzverarbeitung in der Modebranche eintreten. [Spiegel, 12.10.2017 (online)]
Laut dem kantonalen Wirtschaftsdepartement zählt die lokale Modebranche [im Tessin] 320 Firmen und 4100 Beschäftigte. Gemessen an den direkten und indirekten Steuereinnahmen gehört sie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Kantons. [Neue Zürcher Zeitung, 26.05.2017]
Die Neuregelung des Gesetzes wird naturgemäß unterstützt von Verbänden diverser Modebranchen, die das Schuh-, Klamotten- und sonstige Mode-Business durch Nachahmer gefährdet sehen. Und man mag sich streiten über die Sinnhaftigkeit von Urheberrechten in einer Branche, die sich im Halbjahrestakt neu erfindet, um die bisherigen Produkte als »veraltet« und »aus der Mode« zu diskreditieren[…]. [Netdiver, 18.02.2008, aufgerufen am 05.06.2015]
Wer sowohl Sinn für das Kreative, für Mode und Trends hat als auch wirtschaftlichen Sachverstand und Verständnis für die Produktion mitbringt, ist in der Modebranche gefragt. Eine kreative Ausbildung im Design kann durch Weiterbildung und Studium ergänzt werden. [Die Welt, 14.01.2012]
Mit 1520 Teilnehmern aus siebzehn Ländern avancierte die Mode-Woche-München zur imposantesten Fachmesse für Mode in Europa. Zugleich hat auch die Bekleidungsindustrie ihren Schwerpunkt nach Bayern verlegt. In 1600 bayerischen Bekleidungsbetrieben werden 10700 Mitarbeiter und 7500 Heimarbeiter beschäftigt. So macht sich in der Modebranche ein deutlicher Zug nach dem Süden bemerkbar; München wurde innerhalb von zehn Jahren zum Umschlagplätz für Bekleidung. [Die Zeit, 23.10.1970, Nr. 43]
Kollokationen:
in Koordination: die Textil- und Modebranche
in Präpositionalgruppe/-objekt: in der Modebranche arbeiten; Karriere in der Modebranche [machen]
metonymisch im Bereich der Mode (Lesart 1) tätige Personen und UnternehmenQuelle: DWDS, 2018
Beispiele:
Eine Modequeen ist sie schon, die Kate. […] Das dunkelblaue, drapierte Kleid […], das sie bei der TV-Verkündung ihrer Verlobung mit Prinz William trug, war wenige Minuten danach ausverkauft. Die Modebranche spricht schon jetzt vom »Kate effect« und weiß, dass der klassische, aber ungezwungene Stil der 28-Jährigen Trends setzt. [Bild am Sonntag, 12.12.2010, Nr. 50]
Irgendwann legten wohlmeinende Kollegen ihr nahe, ihr Alter nicht mehr so freimütig preiszugeben. Die Modebranche ist gnadenlos, vor allem mit jenen, die die 30 längst überschritten haben. Aber Renate Lüdmann wollte sich der Diktatur des Jugendwahns nicht beugen. [Die Welt, 04.01.2003]
[Der Verlag] G + J kümmert sich jetzt um Kinder und Klamotten[…]. Die Modebranche hat bereits angebissen, Benetton, Oilily und Schiesser sicherten sich je eine Vierfarb-Anzeigenseite […]. »Kid Fashion« soll voraussichtlich zweimal im Jahr jeweils zur Modesaison erscheinen. [Bild, 03.11.2000]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Karriere Spitz Trend arbeiten einsteigen gesamt italienisch klagen schnelllebig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Modebranche‹.

Zitationshilfe
„Modebranche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Modebranche>, abgerufen am 14.10.2019.

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