Missvergnügen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungMiss-ver-gnü-gen
Wortzerlegungmiss-Vergnügen
Ungültige SchreibungMißvergnügen
Rechtschreibregeln§ 2
eWDG, 1974

Bedeutung

Ärger, Missbehagen
Beispiele:
etw. bereitet, verursacht jmdm. Missvergnügen
seine Angeberei erregte allgemeines Missvergnügen
etw. mit Missvergnügen hören, beobachten
sein Missvergnügen zeigen, nur mühsam unterdrücken
Zum größten Mißvergnügen Frankreichs schließt er [Friedrich] auch Frieden mit England [Th. Mann11,72]

Thesaurus

Synonymgruppe
Groll · ↗Leidwesen · ↗Missfallen · ↗Missmut · Missvergnügen · ↗Unmut · ↗Verdruss · ↗Verstimmung · ↗Verärgerung · ↗Ärger  ●  ↗Grant  ugs., österr., bair.
Assoziationen
  • gereizte Atmosphäre · schlechte Stimmung  ●  (die) Stimmung ist am Boden  ugs., fig. · (die) Stimmung ist im Keller  ugs., fig. · der Haussegen hängt schief  ugs., Redensart · dicke Luft  ugs., fig.
  • Beschwernisse · Unannehmlichkeiten · ↗Unbilden · Unerfreulichkeiten · Ungelegenheiten · Widrigkeiten · unangenehme Begleiterscheinungen · unangenehme Folgen · Ärgerlichkeiten · Ärgernisse  ●  ↗Unbill  geh. · Unerquicklichkeiten  geh. · ↗Ungemach  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bilanz Erregung Frühjahr Herbst Kenntnis Publikum Quelle Sommer Ursache Vergnügen Winter allgemein bereiten betrachten erregen gegenseitig gewiss registrieren sichtlich unverhohlen verfolgen wachsend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Missvergnügen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Liebend gern würde man diese Phase der Missvergnügens rasch hinter sich lassen.
Der Tagesspiegel, 26.09.2002
Sie werden dauernd für das Mißvergnügen mit den "Klassen" jetzt wie vorhin arbeiten.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 02.03.1916
Daß obendrein noch ein stärkeres Mißvergnügen mitsprach, konnte sie nicht ahnen.
Morris, Gerda: Brigitte wehrt sich, Düsseldorf: Iltis 1952, S. 37
Irene hat ihr Herz eingeweckt; möge sie sich im Winter ihres Mißvergnügens daran laben.
Schaeffer, Albrecht: Helianth II, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 406
Lale wurde zum Synonym von Lili, zum Mißvergnügen des Ministers Goebbels.
K., U. von: Lili Marleen. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1981]
Zitationshilfe
„Missvergnügen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Missvergnügen>, abgerufen am 23.08.2019.

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