Missgeschick, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungMiss-ge-schick (computergeneriert)
Wortzerlegungmiss-Geschick1
Ungültige SchreibungMißgeschick
Rechtschreibregeln§ 2
eWDG, 1974

Bedeutung

(schicksalhaftes) Unglück
Beispiele:
von einem persönlichen, wirtschaftlichen, schweren Missgeschick getroffen werden
vom Missgeschick verfolgt werden
Missgeschick haben
ein Missgeschick erleiden
mir ist ein Missgeschick passiert
jmdm. sein Missgeschick klagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschick · Geschicklichkeit · Mißgeschick
Geschick n. ‘Fähigkeit, etw. in rechter Weise zu tun, Schicksal’, Abstraktbildung zu dem unter ↗schicken (s. d.) aufgeführten Verb. Mhd. geschicke ‘Begebenheit, Ordnung, Anordnung, Aufstellung zum Kampf, Vermächtnis, Benehmen’ wird in nhd. Zeit in seiner Bedeutung verengt zu ‘was dem Menschen von höheren Mächten geschickt, zugefügt, verhängt wird, Schicksal’ (seit dem 15. Jh.) und (unter Einfluß von ↗geschickt, s. d.) ‘Fähigkeit, etw. schicklich, passend zu tun’ (17. Jh.). In der Alltagssprache noch etw. wieder ins Geschick (‘in Ordnung’) bringen, aus dem Geschick (‘aus der Ordnung’) sein. Geschicklichkeit f. ‘natürliche Begabung, Gewandtheit, Fertigkeit’ (15. Jh.), zu heute unüblichem geschicklich Adj. ‘geziemend, passend, geschickt’ (15. Jh.). Mißgeschick n. ‘Unglück’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fehler · ↗Fehlgriff · ↗Fehlleistung · ↗Fehlschlag · ↗Malheur · Missgeschick · ↗Panne  ●  Griff ins Klo  derb, fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Häufung Kette Mißgeschick Mißverständnis Panne Peinlichkeit Schadenfreude Verkettung alltäglich bedauerlich beheben dumm entschuldigen ereilen fatal feien folgenschwer häufen kurios passieren peinlich taktisch tragisch unterlaufen verhängnisvoll wettmachen widerfahren zustoßen ähnlich ärgerlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Missgeschick‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So ein Missgeschick behebt man am besten in einem guten Restaurant.
Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 12
Durch ein weiteres Mißgeschick hindern sie ihn an seinen Plänen.
Süddeutsche Zeitung, 19.12.1998
Gäste nehmen vom Mißgeschick überhaupt so wenig Kenntnis wie nur möglich.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 152
Dann wird er sich über sein Mißgeschick nicht weiter wundern.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 55
Unglücklicherweise war das Mißgeschick gerade an einer besonders tiefen Stelle geschehen.
Haase, Lene: Abenteuer einer weißen Frau in Afrika. In: Exotische Jagdabenteuer, Reutlingen: Enßlin & Laiblin 1927 [1926], S. 6
Zitationshilfe
„Missgeschick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Missgeschick>, abgerufen am 15.07.2019.

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