Missfallen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
WorttrennungMiss-fal-len
Grundformmissfallen
Ungültige SchreibungMißfallen
Rechtschreibregeln§ 2
Wortbildung mit ›Missfallen‹ als Erstglied: ↗Missfallenskundgebung · ↗Missfallensäußerung · ↗missfällig
eWDG, 1974

Bedeutung

durch einen schlechten Eindruck bedingte Ablehnung, Unzufriedenheit
Beispiele:
etw. erregt jmds. Missfallen
seine Ansichten lösten Missfallen aus
sein Missfallen über etw., jmdn. äußern, zeigen

Thesaurus

Synonymgruppe
Missbilligung · Missfallen
Synonymgruppe
Groll · ↗Leidwesen · Missfallen · ↗Missmut · ↗Missvergnügen · ↗Unmut · ↗Verdruss · ↗Verstimmung · ↗Verärgerung · ↗Ärger  ●  ↗Grant  ugs., österr., bair.
Assoziationen
  • gereizte Atmosphäre · schlechte Stimmung  ●  (die) Stimmung ist am Boden  ugs., fig. · (die) Stimmung ist im Keller  ugs., fig. · der Haussegen hängt schief  ugs., Redensart · dicke Luft  ugs., fig.
  • Beschwernisse · Unannehmlichkeiten · ↗Unbilden · Unerfreulichkeiten · Ungelegenheiten · Widrigkeiten · unangenehme Begleiterscheinungen · unangenehme Folgen · Ärgerlichkeiten · Ärgernisse  ●  ↗Unbill  geh. · Unerquicklichkeiten  geh. · ↗Ungemach  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anwohner Ausdruck Beifall Bekundung Erstaunen Gastgeber Gefallen Mißtrauen Parteifreund Unverständnis Vorgesetzter artikulieren ausdrücken bekunden beobachten ernten erregen erwecken geäußert heftig hervorrufen kundtun quittieren registrieren stoßen vermerken zuziehen Äußerung äußer äußern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Missfallen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zudem äußerte er sein Missfallen über die öffentliche Diskussion über seinen christlichen Glauben.
Die Zeit, 19.04.2011 (online)
Mit Mißfallen sieht er deshalb die Tendenz, den erfolgreichen Gang der Dinge für zwangsläufig zu halten.
Der Tagesspiegel, 27.09.1998
Das Kind kann nach Belieben deuten, kann zugleich sein Mißfallen ausdrücken, schreien, bleibt aber dennoch weitreichend anonym.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 217
Damen applaudieren nur durch ein leichtes, unhörbares Zusammenschlagen der Hände und zeigen ihr Mißfallen durch Schweigen an.
Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 14717
Ali selbst wurde zu seinem Mißfallen schon von einigen Anhängern religiös verehrt und wird in der Überlieferung zum größten Helden und Weisen.
Schimmel, A.: Islam. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 19617
Zitationshilfe
„Missfallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Missfallen>, abgerufen am 20.08.2019.

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