Mietshaus, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungMiets-haus (computergeneriert)
WortzerlegungMiete1Haus
eWDG, 1974

Bedeutung

größeres Wohnhaus mit (vielen) Mietwohnungen
Beispiele:
ein düsteres, altes Mietshaus
die Hinterhöfe der Mietshäuser
Dann stieg er in den Mietshäusern von Stockwerk zu Stockwerk und klopfte an die Wohnungstüren [CramerKonzessionen434]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miete1 · mieten · vermieten · Mieter · Vermieter · Untermieter · Mietshaus
Miete1 f. ‘Entgelt für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung, eines Gegenstandes’, seltener ‘zeitweilige Übernahme’, ahd. mieta ‘Lohn, Geschenk’ (8. Jh.), mhd. miet(e) ‘Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung’, asächs. mēda, mnd. mēde, aengl. mēd, engl. (poetisch) meed führen (mit Verlust der Spirans und Ersatzdehnung) ebenso wie (mit erhaltener oder in r übergegangener alter stimmhafter Spirans vor stimmhaftem Konsonanten) got. mizdō, aengl. meord auf germ. *mizdō f. und mit griech. misthós (μισθός) ‘Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn’, aind. miḍhám ‘Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn’, aslaw. mьzda ‘Lohn’, russ. (älter) mzda (мзда) ‘Lohn, Entgelt, Belohnung’ auf ie. *mizdho-, *mizdhā ‘Lohn, Sold’. (Die germ. Feminina sind allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten.) mieten Vb. ‘etw. gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung übernehmen, jmdn. für Dienstleistungen gegen Bezahlung engagieren’, ahd. mieten ‘dingen, jmdm. Geld geben’ (9. Jh.), mhd. mieten ‘(be)lohnen, beschenken, dingen, für einen Zins in Besitz nehmen, erkaufen, bestechen’. vermieten Vb. ‘gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung überlassen’, ahd. firmieten (9./10. Jh.), mhd. vermieten. Mieter m. ‘wer gegen Bezahlung etw. zeitweilig benutzt, besonders eine Wohnung’, mhd. mietære; Vermieter m. (17. Jh.); Untermieter m. (19. Jh.). Mietshaus n. ‘gemietetes Haus’ (16. Jh.), ‘Haus, dessen Wohnungen vermietet werden’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch das blassrosa Mietshaus mit der Nummer 24 wirkt friedlich, geradezu unbelebt.
Die Zeit, 17.08.2011 (online)
Sie ist 300 Meter lang, 30 Mietshäuser säumen ihren Rand.
Bild, 26.02.1999
Und wer verließ da zu nachtschlafender Zeit das große, mühsam atmende Mietshaus?
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 399
Sie hatten in den Hinterhof geschaut, auf ein benachbartes Mietshaus.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 280
In den Mietshäusern der Großstadt kannte früher manchmal der eine den anderen nicht.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 28152
Zitationshilfe
„Mietshaus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mietshaus>, abgerufen am 18.04.2019.

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