Meute, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Meute · Nominativ Plural: Meuten
Aussprache
WorttrennungMeu-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Meute‹ als Letztglied: ↗Hundemeute
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Gruppe von Jagdhunden, die für die Hatz abgerichtet ist und zusammen jagt
Beispiele:
eine Meute edler Hunde
eine lechzende, rasende Meute
die Meute umzingelt das weidwunde Wild, setzt dem Wild nach
die Meute auf das Wild loslassen
[sie] sprangen gleich einer Meute, die endlich das Wild gestellt hat [CramerKonzessionen230]
2.
abwertend zügellose Schar, Bande von Menschen, Horde, Rotte
Beispiele:
die Anführer hetzten die randalierende Meute immer wieder auf
die Meute der Verfolger brüllte und grölte auf der Straße
eine Meute Halbstarker stürzte in den Saal
die Meute brach in Beifallsgebrüll aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meute · Meuterei · Meuterer · meutern
Meute f. ‘für die Hetzjagd abgerichtete Gruppe von Jagdhunden’, Entlehnung (18. Jh.) im Zusammenhang mit Gebräuchen der französischen Hetzjagd von gleichbed. frz. meute, afrz. mfrz. muete, meute ‘Bewegung, Aufbruch, Aufruhr, Zug’, dann besonders ‘Zug von Jagdhunden’, das auf vlat. *movita ‘Bewegung’, dem substantivierten Fem. des Part. Perf. *movitus, lat. mōtus (zu lat. movēre ‘in Bewegung setzen, bewegen’) beruht. Seit dem 19. Jh. ist die Übertragung auf eine Horde wilder, ungebärdiger Menschen üblich. An afrz. mfrz. muete, meute ‘Bewegung, Unruhe, Aufruhr’, mfrz. meuterie ‘Aufruhr, Revolte’ schließen sich an Meuterei f. ‘Empörung, Aufstand’ und Meuterer m. ‘Empörer, Aufrührer’ (beide 16. Jh.) sowie dazu gebildetes meutern Vb. ‘sich auflehnen, empören, den Gehorsam verweigern’ (18. Jh.), zuvor meuten (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gruppe (von Tieren) · ↗Herde · ↗Koppel · Meute · ↗Rotte · ↗Rudel · ↗Schule · ↗Schwarm · ↗Sprung · ↗Trupp
Assoziationen
Synonymgruppe
(wilder) Haufen  abwertend · ↗Horde  abwertend · Meute  abwertend · ↗Rotte  Jargon · ↗(unzivilisierte) Bande  derb · ↗Mob  derb, abwertend · ↗Pack  derb, abwertend · ↗Saubande  derb, stark abwertend · ↗Schweinebande  derb, stark abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bluthund Deuter Fotograf Gebell Jagdhund Kameraleute abschütteln aufgebracht brüllend bändigen entfesselt gierig grölend hechelnd herfallen hetzen heulen heulend hungrig jagend johlen johlend jubelnd kläffend losrennen lärmend rasend tobend umringen wartend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meute‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seinen bisher bekanntesten Film "8 Frauen" hat er gleich mit einer ganzen Meute von Darstellern gedreht.
Die Welt, 21.10.2004
Erst als das Training beendet ist, erwacht die Meute zum Leben.
Der Tagesspiegel, 16.07.1997
Sofort nach dem Abzug der Meute hatte er sich im Dorf umgesehen.
Röhrig, Tilman: In dreihundert Jahren vielleicht, Würzburg: Arena 1984 [1983], S. 125
In wildem Galopp kam die Meute aus dem Wald heraus.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 218
Und gar nichts als die Meute an den Riemen schien ihn etwas anzugehen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 396
Zitationshilfe
„Meute“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Meute>, abgerufen am 26.06.2019.

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