Mette, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mette · Nominativ Plural: Metten
Aussprache
WorttrennungMet-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Mette‹ als Letztglied: ↗Frühmette · ↗Ostermette
eWDG, 1974

Bedeutung

Religion Frühgottesdienst oder Nachtgottesdienst, besonders vor hohen Feiertagen
Beispiele:
zur Mette gehen
Nach der Mette wünscht man einander gute Feiertage auf dem Kirchplatz [WaggerlJahr285]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mette · Christmette
Mette f. ‘Früh-, Abend-, Mitternachtsgottesdienst’ (vor einem hohen kirchlichen Fest), ahd. mattīna (um 1000), mettīna (10. Jh.), mhd. met(t)en, mettīn(e), mettī ist entlehnt aus kirchenlat. mattīna, einer substantivierten Verkürzung von kirchenlat. mātūtīna (hōra) ‘das erste der sich siebenmal täglich wiederholenden klösterlichen Stundengebete, das vor Tagesanbruch abgehalten wird’, dann allgemein ‘morgendlicher Gottesdienst’. Der Ausdruck enthält das Adjektiv lat. mātūtīnus ‘morgendlich’ (s. ↗Matinee). Christmette f. ‘Weihnachtsgottesdienst in der Christnacht’ (24./25. Dez.), spätmhd. kristmettīn.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Andacht · ↗Gottesdienst · ↗Messe · ↗Messfeier · Mette · heilige Messe
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Vormittag · Vormittagsstunden · Zeit bis zum Mittag · bis zur Mittagspause · erste Tageshälfte

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kronprinz Vesper

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mette‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mette ist clean, sie war es immer, sie ist es noch?
Die Welt, 22.08.2001
Obwohl Mette in dieser Zeit schwanger wurde, zog sie nie mit ihm zusammen.
Bild, 16.05.2002
Ich bin sogar am Heiligen Abend mit in die Stadtkirche zur Mette.
Hartung, Hugo: Wir Wunderkinder, Düsseldorf: Droste Verl. 1970 [1959], S. 72
Kirche wird es in der Mette gesungen in lateinischer oder deutscher Fassung.
Jammers, E.: Ambrosianischer Lobgesang. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 6263
Das ist kein Programm mehr, keine besoffene Metten mehr wie Lavaters Ausbrüche.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26965
Zitationshilfe
„Mette“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mette>, abgerufen am 20.03.2019.

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