Merkmal, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Merkmals · Nominativ Plural: Merkmale
WorttrennungMerk-mal (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Merkmal‹ als Erstglied: ↗Merkmalsausprägung · ↗Merkmalskombination · ↗Merkmalsträger · ↗merkmalarm · ↗merkmalreich · ↗merkmalsarm
 ·  mit ›Merkmal‹ als Letztglied: ↗Alleinstellungsmerkmal · ↗Arbeitsmerkmal · ↗Ausstattungsmerkmal · ↗Bestimmungsmerkmal · ↗Definitionsmerkmal · ↗Differenzierungsmerkmal · ↗Einzelmerkmal · ↗Entwicklungsmerkmal · ↗Gestaltungsmerkmal · ↗Grundmerkmal · ↗Gütemerkmal · ↗Hauptmerkmal · ↗Klassenmerkmal · ↗Krankheitsmerkmal · ↗Leistungsmerkmal · ↗Persönlichkeitsmerkmal · ↗Produktmerkmal · ↗Sicherheitsmerkmal · ↗Sprachmerkmal · ↗Stilmerkmal · ↗Tatbestandsmerkmal · ↗Tatmerkmal · ↗Textmerkmal · ↗Unterscheidungsmerkmal · ↗Verhaltensmerkmal
eWDG, 1974

Bedeutung

charakteristisches Zeichen, das eine Person oder Sache von anderen unterscheidet, Kennzeichen
Beispiele:
ein bezeichnendes, charakteristisches, hervorstechendes, typisches, wesentliches Merkmal
Merkmale für die Echtheit, Qualität von etw.
bestimmte Merkmale haben, erkennen, suchen
etw., jmdn. an gewissen Merkmalen wiedererkennen
Philosophie Eigenschaft oder Beziehung in der objektiven Realität
Beispiel:
Objekte mit gemeinsamen Merkmalen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mal2 · Denkmal · Mahnmal · Merkmal · Muttermal · Wundmal
Mal2 n. ‘Zeichen, Fleck, verfärbte Hautstelle’ (Wund-, Muttermal), hervorgegangen aus ahd. māl, vgl. ougmāl ‘Augenschminke’, anamāl(i) ‘Narbe’ (9. Jh.), mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, mnl. mael, nl. maal, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ (germ. *mēla-; zu Herkunft und Verwandtschaft s. ↗malen), mit dem ahd. (um 800), mhd. meil ‘Fleck, Zeichen, Befleckung, Sünde, Schande’ in frühnhd. mal ‘Zeichen, Fleck, Markierung’ zusammenfällt, wobei zugleich vielfach semantischer Einfluß von lautgleichem ↗Mal (s. d.) erkennbar ist. Die Herkunft von ahd. mhd. meil, mnd. mēl, aengl. māl, engl. mole ‘Muttermal’, got. mail ‘Runzel’ ist ungewiß. Vielleicht sind vergleichbar griech. miá͞inein (μιαίνειν) ‘beflecken, besudeln’ und lit. máiva ‘Sumpfboden’, so daß eine Wurzel ie. *mai- ‘beflecken, beschmutzen’ angenommen werden kann. Denkmal n. ‘Erinnerungszeichen’ (16. Jh.); seit dem 17. Jh. (wohl unter Einfluß von ↗Monument, s. d.) ‘gegenständliches Bauwerk, Standbild’. Mahnmal n. ‘zur Mahnung, Erinnerung gesetztes Zeichen oder Denkmal’ (20. Jh.). Merkmal n. ‘Kennzeichen’ (17. Jh.). Muttermal n. ‘von Geburt an vorhandener Fleck, Zeichen in der Haut’ (16. Jh.). Wundmal n. ‘Zeichen einer körperlichen Verletzung, frische oder vernarbte Wunde’, ahd. wuntmāli (um 1000), wuntmāl (11. Jh.), mhd. wuntmāl.

Thesaurus

Synonymgruppe
Attribut · ↗Besonderheit · ↗Charakteristikum · ↗Charakterzug · ↗Duktus · ↗Eigenart · ↗Eigenheit · ↗Eigenschaft · ↗Eigentümlichkeit · ↗Kennzeichen · ↗Manier · Merkmal · ↗Wesensmerkmal · ↗Wesenszug  ●  Attributivum  fachspr., linguistisch · ↗Spezifikum  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Charaktereigenschaft · ↗Charakteristik · ↗Charaktermerkmal · ↗Charakterzug · ↗Eigenschaft · ↗Einstellung · ↗Haltung · Merkmal · ↗Wesensmerkmal · ↗Wesenszug · ↗Zug
Oberbegriffe
  • psychologische Eigenschaft
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Markierung · Merkmal · ↗Symbol · ↗Zeichen
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Kennzeichen · Merkmal · ↗Stigma · ↗Zeichen
Synonymgruppe
Faktor · ↗Kennzeichen · ↗Kriterium · Merkmal
Unterbegriffe
  • Stabilitätskriterium von Nyquist · Strecker-Nyquist-Kriterium
  • (n-1)-Kriterium · (n-1)-Regel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fingerabdruck anatomisch auffallend auffällig aufweisen augenfällig besonder bestimmend bestimmt biometrisch charakteristisch entscheidend genetisch herausragend hervorstechend individuell kennzeichnend konstitutiv körperlich markant prägend relevant spezifisch stilistisch typisch unterscheidend unverwechselbar wesentlich äußer äußerlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Merkmal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Kamera tastet das Auge nach typischen persönlichen Merkmalen ab.
Süddeutsche Zeitung, 28.05.2002
Weil diese ganz verschieden aussehen, gibt es aber keine genaue Liste wichtiger Merkmale.
Der Tagesspiegel, 25.05.2000
Ehe ihr das Kind wieder ins Zimmer ruft, müßt ihr euch über die typischen Merkmale der ausgewählten Person einig sein.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 150
Die beiden Sorten sind oft in vielen erblichen Merkmalen voneinander verschieden.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 341
Wir finden die angeführten Merkmale in allen alten anatomischen Beschreibungen, oft viel ausgeprägter, krasser.
Fleck, Ludwik: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1935], S. 170
Zitationshilfe
„Merkmal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Merkmal>, abgerufen am 22.04.2019.

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