Memoiren

GrammatikSubstantiv · wird nur im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungMe-moi-ren
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Memoiren‹ als Erstglied: ↗Memoirenband
eWDG, 1974

Bedeutung

Lebenserinnerungen einer Persönlichkeit
Beispiele:
seine Memoiren schreiben, veröffentlichen
in jmds. Memoiren lesen
die Memoiren eines Staatsmannes, Diplomaten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Memoiren Plur. ‘schriftlich fixierte Lebenserinnerungen, Denkwürdigkeiten’, entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. frz. mémoires, dem Plural von frz. mémoire m. ‘Denkschrift’, afrz. memoire m. ‘Schriftstück’. Dieses geht, wie auch afrz. memoire f., frz. mémoire f. ‘das Erinnern, Erinnerung, Erinnerungsvermögen’, auf lat. memoria ‘Gedächtnis, Erinnerung’, Plur. ‘Annalen, Jahrbücher’, zurück, eine Bildung zu lat. memor ‘sich erinnernd, eingedenk’ (s. ↗memorieren). Die in Frankreich aufkommende Herausgabe von Memoiren in Buchform entwickelt sich im 18. Jh. als Darstellung von Lebenserinnerungen in Verbindung mit zeitgeschichtlichen Ereignissen zur eigenständigen literarischen Gattung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Autobiografie · ↗Autobiographie · ↗Lebensbeichte · Lebenserinnerungen · Memoiren  ●  ↗Selbstbiografie  veraltend · ↗Selbstbiographie  veraltend
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfassen Abfassung Auszug Autobiographie Band Bestseller Erscheinen Geisha Moralist Niederschrift Sozialistin Tagebuch Verfassen Veröffentlichung Vorabdruck diktieren erschienen fiktiv geschrieben intim lesenswert nachlesen niederschreiben schreiben ungeschrieben unveröffentlicht verfassen verfrüht veröffentlichen zweibändig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Memoiren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht, sagt er dann aber noch, werde er irgendwann seine Memoiren schreiben.
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2000
Sie hätten ja unter dem Titel "Mein Jahrhundert" auch einfach Ihre Memoiren schreiben können.
Der Tagesspiegel, 07.09.1999
Ich kenne keine diplomatischen Memoiren, die nicht auch Aufzeichnungen dieser Art enthalten würden.
o. A.: Einhundertvierundfünfzigster Tag. Donnerstag, 13. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23974
Und doch reizt mich die Idee der Memoiren immer stärker.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1933. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1933], S. 38
Auch hier sind nur die Memoiren, nicht die Akten wirklich benutzt, die Kenntnis der sonstigen Literatur ist erschreckend gering.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 214
Zitationshilfe
„Memoiren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Memoiren>, abgerufen am 18.07.2019.

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