Mehltau, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungMehl-tau (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

Pflanzenkrankheit, die sich in einem weißlichen Belag der Blätter zeigt
Beispiel:
der Mehltau hat das Korn, die Weinstöcke befallen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mehltau m. ein schimmelartiger, von Pilzen hervorgerufener weißer Überzug auf Pflanzenblättern, auch der weißliche (und infolge ähnlichen Aussehens allgemein nicht unterschiedene) sogenannte ‘Honigtau, Blattlaushonig’ (heute durch die Schreibung Meltau abgehoben), ferner (in älterer Sprache überwiegend) der braunrote Pilzüberzug an Getreide, d. i. ‘Getreiderost, Getreidebrand’. Ahd. militou (9. Jh.), mhd. miltou, asächs. milidou, mnd. mēldouwe, nl. meeldauw, aengl. mil-, meledēaw (auch ‘Honig, Nektar’), engl. mildew lassen sich mit got. miliþ, lat. mel, griech. méli (μέλι), Genitiv mélitos (μέλιτος), air. mil ‘Honig’ verbinden, so daß das erste Kompositionsglied auf ie. *melit ‘Honig’ zurückgeführt werden kann. Zum Grundwort s. ↗Tau m. Seit dem 15. Jh. erfolgt unter volksetymologischer Anlehnung an ↗Mehl (s. d.) Umbildung zu Meltau, Mehltau. Andererseits kann im Gedanken an den weißlichen Überzug der Pflanzen eine unmittelbare Herleitung von der in ↗Mehl und ↗mahlen (s. d.) enthaltenen Wurzel ie. *mel(ə)- nicht ausgeschlossen werden.

Thesaurus

Synonymgruppe
Brand · ↗Braunfäule · Mehltau
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsmarkt Befall Bekämpfung Gemüt Koalition Krankheit Landschaft Pilzerkrankung Pilzkrankheit Reblaus Resistenz Rost Seele Stimmung abschütteln befallen beklagen bekämpfen echt falsch lasten legen liegen schützen überziehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mehltau‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vieles wird nicht entschieden und eine Art Mehltau wird das Land überziehen.
Der Tagesspiegel, 10.09.1999
Mehltau legt sich aufs Haus, wirklich wichtige Arbeiten bleiben aus.
Die Zeit, 10.06.1998, Nr. 25
Anlagen, welche wiederholt durch Mehltau stark befallen wurden, werden besser ausgerottet und andernorts neu angelegt.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 259
Wozu sollen wir den Hopfen vorm Mehltau retten, wenn wir ihn hernach doch in die bodenlose königliche Schatulle werfen müssen?
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 7
Mit dem Weißen Rost einher geht häufig ein Befall mit Falschem Mehltau.
o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 369
Zitationshilfe
„Mehltau“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mehltau>, abgerufen am 23.05.2019.

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