Matrose, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Matrosen · Nominativ Plural: Matrosen
Aussprache
WorttrennungMa-tro-se · Mat-ro-se
Wortbildung mit ›Matrose‹ als Erstglied: ↗Matrosenanzug · ↗Matrosenbluse · ↗Matrosengang · ↗Matrosenhabit · ↗Matrosenkleid · ↗Matrosenkneipe · ↗Matrosenkragen · ↗Matrosenlied · ↗Matrosenmütze · ↗Matrosenuniform
 ·  mit ›Matrose‹ als Letztglied: ↗Leichtmatrose · ↗Süßwassermatrose · ↗Vollmatrose
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
ausgebildeter Seemann der Handelsmarine
Beispiele:
die Ausbildung als Matrose beenden
als Matrose anheuern
einige Matrosen kehrten singend in die Hafenschänke ein
2.
unterster Dienstgrad bei den Mannschaften der Seestreitkräfte
Beispiele:
die Matrosen machten das Geschütz klar zum Gefecht
nach dem Manöver wurden einige Matrosen wegen guter Leistungen ausgezeichnet
die Matrosen bekamen Landurlaub
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Matrose m. ‘Seemann’, in die dt. Seemannssprache um 1600 entlehnt aus nl. matroos, das auf mfrz. frz. matelots (Plur.) beruht. Der Sing. mfrz. frz. matelot ‘Seemann’, landschaftlich auch matnot (vereinzelt mfrz. mathenot), stammt seinerseits aus dem Germ. In Frage kommen (allerdings nur einmal belegtes) mnl. mattenoot ‘Kamerad, Genosse’, eigentlich ‘wer mit einem anderen seinen Schlafplatz, die Matte teilt’ (auf den Schiffen jener Zeit gibt es nur eine Hängematte für zwei Seeleute bzw. eine Schlafmatte auf dem Boden des Unterdecks), oder anord. mǫtunautr ‘Eß-, Tischgenosse’ oder besser wohl nl. (älter) mātghenōt ‘Tischgenosse’ (vgl. mhd. maʒgenōʒe), deren erstes Kompositionsglied auf germ. *mat- ‘Speise’ beruht (s. ↗Maat, ↗Mast f., ↗Messer) und deren zweites zu der unter ↗Genosse (s. d.) behandelten Wortgruppe gehört.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fahrensmann · Matrose · ↗Schiffer · ↗Seefahrer  ●  ↗Seemann  Hauptform · ↗Seebär  ugs., scherzhaft
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bord Hafenarbeiter Handelsmarine Heizer Kapitän Kriegsmarine Landgang Landurlaub Marineinfanterist Marineoffizier Maschinist Meuterei Nazi-Gesetz Offizier Panzerkreuzer Reling Schiffsführer Schiffsjunge Seenot Steuermann anheuern aufständisch betrunken ertrinken ertrunken gestrandet meutern meuternd philippinisch schiffbrüchig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Matrose‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein paar Matrosen lachten ungläubig, aber die Worte beeindruckten sie.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 437
Auf staubigen Wegen sinnen wir dem Schicksal des einsamen Matrosen nach.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2003
Über das Meer braucht man als Matrose nichts zu wissen.
Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 111
Sogar schwermütig singen läßt er die russischen Matrosen auf ihren rattenfreien Pötten.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 457
Er hat dabei einen Matrosen getötet, das geht ihm nach.
Die Zeit, 10.06.1948, Nr. 24
Zitationshilfe
„Matrose“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Matrose>, abgerufen am 19.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Matroschka
Matronymikon
matronenhaft
Matrone
Matrizenrechnung
Matrosenanzug
Matrosenaufstand
Matrosenbluse
Matrosengang
Matrosengrog