Mark, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mark(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Mark‹ als Erstglied: ↗Markknochen · ↗markdurchdringend · ↗marklos
 ·  mit ›Mark‹ als Letztglied: ↗Apfelmark · ↗Binsenmark · ↗Erdbeermark · ↗Fruchtmark · ↗Himbeermark · ↗Holundermark · ↗Knochenmark · ↗Lebensmark · ↗Paradeismark · ↗Paradiesmark · ↗Pflanzenmark · ↗Rindermark · ↗Rückenmark · ↗Tomatenmark
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
weiche Masse
a)
im Innern der Röhrenknochen und bestimmter Organe des tierischen und menschlichen Körpers
Beispiele:
das Mark in den Knochen
das Mark der Niere, des Gehirns
Medizin das verlängerte Mark (= der Teil des Gehirns, an den sich das Rückenmark anschließt)
sie löste das Mark aus den Knochen
eine Tasse Brühe mit Mark
übertragen das Innerste, der Kern
Beispiele:
jmd. ist bis ins Mark durchkältet
sie fröstelte bis ins Mark
der kalte Wind drang ins Mark
er ist bis ins Mark (hinein) erschrocken, erschüttert, verdorben
jmdn. bis ins Mark treffen, bis aufs Mark prüfen, quälen
jmdm. das Mark aussaugen, aus den Knochen saugen (= jmdn. ausnutzen, ausbeuten, allmählich ruinieren)
er hat kein Mark in den Knochen (= ist kraftlos)
wahrscheinlich werden Schellhorns Kinder bis ins Mark faschistisch verseucht sein [R. BartschGeliebt325]
wenn nicht so viel / – Blutigel saugten an dem Mark des Landes [SchillerPiccolominiI 2]
durch Mark und Beindurch und durch
Beispiele:
die Kälte zieht durch Mark und Bein
das Geheul, Gelächter geht einem durch Mark und Bein
der Schreck fuhr mir durch Mark und Bein
salopp so etw. geht einem ja durch Mark und Pfennig(e)
b)
im Innern des Sprosses höherer Pflanzen
Beispiele:
das Mark der Blütenpflanzen, Farne
das Mark des Holunders
der ... hohe, widerstandsfähige Stengel [der Sonnenblume], der innen weiches Mark enthält [Gesundheit1965]
2.
zu Brei verarbeitetes Fruchtfleisch, das zur Zubereitung von Speisen verwendet wird
Beispiele:
das Mark von Erdbeeren, Himbeeren
für die Tomatensoße nahm sie ein Fläschchen Mark (= Tomatenmark)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mark1 · Markgraf · Markstein · Markscheide · Markscheider · Markscheidekunst
Mark1 f. ‘Grenze, Grenzland, Randgebiet’, ahd. marka ‘Grenze, Ende, Grenzland, Zeichen’ (8./9. Jh.), marc ‘Abgrenzung, Bestimmung’ (9. Jh.), ‘Zeichen, Beweis’ (11. Jh.), ‘Ziel, Grenze’ (Hs. 12. Jh.), mhd. marke, mark, march, auch ‘Gau, Bezirk, Gesamteigentum einer Gemeinde an Grund und Boden, Wald’, asächs. marka, mnd. mnl. marke, nl. mark, aengl. (angl.) merc, (westsächs.) mearc, engl. mark ‘Grenze’, anord. mǫrk ‘Wald, Grenzland’, schwed. mark ‘Landstück, Erde’, got. marka ‘Grenze’ (germ. *markō) führen mit lat. margo ‘Rand, Grenze’ und den unter ↗Bruch, ↗Bruch (s. d.) angeführten kelt. Formen auf ie. *mereg̑-, *morg̑- bzw. *mrō̌g̑- ‘Rand, Grenze’ (wozu auch ↗Mark, ↗Marke, ↗merken, s. d.). Die Bedeutung ‘Rand, Grenze’ entwickelt sich über ‘Grenzland’ zu ‘abgegrenztes Gebiet, Bezirk’. Aus der alten Bedeutung ‘Grenzland’ erklären sich Bezeichnungen wie Mark Brandenburg, Mark Meißen (ursprünglich ‘Grenzgebiet’ gegen die Slawen), während sonst aus dem Slaw. entlehntes ↗Grenze (s. d.) vorgedrungen ist. Aus dem Germ. entlehnt ist afrz. frz. marche ‘Grenze, Grenzland’ (s. ↗Markise). Markgraf m. (in feudalistischer Zeit) ‘Verwalter, Richter eines Grenzlandes’, ahd. marcgrāvo (Hs. 12. Jh.), mhd. marcgrāve. Markstein m. ‘wichtiger, hervorragender Punkt’, ahd. (10./11. Jh.), mhd. marcstein ‘Grenzstein’. Markscheide f. ‘Grenze, Grenzlinie (einer Bergbaugrube)’, mhd. marcscheide ‘Bestimmung der Grenze, der abgegrenzte Raum’; Markscheider m. ‘bergbaulicher Vermessungsingenieur’, mhd. marcscheider ‘Beamter, der die Berge vermißt und die Grenzen der Berge und Stollen absteckt’ (14. Jh.); Markscheidekunst f. (16. Jh.).

Mark2 f. ‘Geldmünze’, ahd. marc (Hs. 12. Jh.), mhd. marke, marc, march ‘ein Stück Gold oder Silber von einem bestimmten Gewicht’, ursprünglich ‘ein halbes Pfund Silber oder Gold’, dann ‘Rechnungsmünze’, nhd. Mark, ab 1873 Rechnungseinheitsmünze in Deutschland, mnd. mark, mnl. marc, aengl. marc, anord. mǫrk hat sich entwickelt aus dem unter ↗Mark (s. d.) behandelten Substantiv im Sinne von ‘Zeichen’; dazu s. auch ↗Marke. Der Ausdruck gilt zunächst wohl für die an einem Gold- oder Silberbarren angebrachte Prägung (Kennzeichnung eines bestimmten Gewichts), bezeichnet dann den Barren selbst sowie sein Gewicht, schließlich das ‘Geldstück’ (von bestimmtem Gewicht und Wert). Aus germ. *marka- stammt gleichbed. mlat. marca (9. Jh.), das die Verbreitung des beim grenzüberschreitenden Handel gebrauchten Ausdrucks befördert haben mag; vgl. afrz. marc.

Mark3 · markig
Mark3 n. ‘das innerste Gewebe eines Organs oder eines pflanzlichen Teils, das Innere’, ahd. marg (9. Jh.), mhd. marc, march, asächs. marg, mnd. march, mnl. maerch, march, me(e)rch, nl. merg, afries. merg, aengl. mærh, mærg, (westsächs.) mearh, mearg, engl. marrow, anord. mergr, schwed. märg (germ. *mazga-) führen mit aind. majjā́ ‘Mark (des Knochens, der Pflanze)’, awest. mazga- ‘Mark, Gehirn’, aslaw. mozgъ, russ. mozg (мозг) ‘Gehirn’ auf ie. *mezg- (oder *mesgh-?) ‘stricken, knüpfen’, substantivisch (mit o-Stufe) ‘Knoten, Schlinge’ sowie ‘Mark, Hirn’ (s. ↗Masche). Vgl. durch Mark und Bein (‘durch Mark und Knochen’, d. h. ‘durch und durch’) gehen (17. Jh.). S. auch ↗ausmergeln. markig Adj. ‘kernig, kraftvoll’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
DM · Deutsche Mark · Deutschmark  ●  ↗D-Mark  Hauptform · DEM  fachspr. · Mark  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Fruchtfleisch · ↗Fruchtmark · Mark
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze
Synonymgruppe
Kern · Mark · Markröhre
Synonymgruppe
DDR-Mark · M · MDN · Mark (DDR-Währung) · Mark der Deutschen Notenbank  ●  Ost-Mark  ugs.
Synonymgruppe
Grenzgebiet · ↗Randgebiet  ●  Anewand  oberdeutsch · Mark  fränk.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Sorbenmark · Sorbische Mark
  • Mark Lausitz · Markgrafschaft Lausitz
  • Mark Landsberg · Markgrafschaft Landsberg
  • Bretonische Mark  ●  Britannische Mark  veraltet
  • Awarenmark · Pannonische Mark
  • Grafschaft hinter dem Drauwald · Mark Pettau · Mark an der Drau · Mark hinter dem Drauwald · untere Karantaner Mark
  • Dänische Mark · Mark Schleswig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hauptstädter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mark‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eben deshalb müßten sich die Märker gut überlegen, ob die Fusion für sie nicht doch der beste Weg sei, warnt der Liberale.
Die Welt, 18.10.2004
Wieder sind ein paar Märker frei geworden, die in neues Personal investiert werden können.
Süddeutsche Zeitung, 06.05.1994
Er bezeichnet es als Torheit, aus seinen Büchern herauslesen zu wollen, er schwärme für Mark und Märker.
Bauer, Hans: Wenn einer eine Reise tat, Leipzig: Koehler & Amelang 1973, S. 142
Bevor der biedere Märker sich entfernte, schob er mir noch zwei Zweieinhalb-Groschenstücke, taktvoll in ein Papier gewickelt, zu.
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1331
Der Herkunft nach handelt es sich um Märker und Pommern.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 405
Zitationshilfe
„Mark“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mark#1>, abgerufen am 17.02.2019.

Weitere Informationen …

Mark, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mark · Nominativ Plural: Mark
Nebenform umgangssprachlich, scherzhaft Mark · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mark · Nominativ Plural: Märker
Aussprache
Wortbildung mit ›Mark‹ als Erstglied: ↗Markschein · ↗Markstück  ·  mit ›Mark‹ als Letztglied: ↗D-Mark · ↗Ostmark · ↗Reichsmark · ↗Rentenmark · ↗Sperrmark · ↗Valutamark · ↗Westmark
 ·  mit ›Mark‹ als Binnenglied: ↗100-Mark-Schein · ↗Einmarkstück · ↗Fünfmarkschein · ↗Hundert-Mark-Schein · ↗Hundertmarkschein · ↗Tausendmarkschein · ↗Zehnmarkschein · ↗Zehnmarkstück
 ·  mit ›Mark‹ als Grundform: ↗M2
eWDG, 1974

Bedeutung

historisch ehemalige deutsche Währungseinheit
Beispiele:
DDR die Mark der Deutschen Demokratischen Republik
die Deutsche Mark
hundert Pfennige sind eine Mark
er zahlte eine Mark (und) fünfzig (Pfennig) Eintritt
das Buch kostet acht Mark
für das Bild verlangte, nahm er 300 Mark
eine Mark in Groschen umwechseln
auf die Mark soll es (mir) nicht ankommen
er muss mit jeder, der Mark rechnen, muss jede Mark umdrehen (= er muss sehr sparsam sein)
sie hatte ihre letzte Mark ausgegeben
ich habe nur noch ein paar Mark, Märker
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mark1 · Markgraf · Markstein · Markscheide · Markscheider · Markscheidekunst
Mark1 f. ‘Grenze, Grenzland, Randgebiet’, ahd. marka ‘Grenze, Ende, Grenzland, Zeichen’ (8./9. Jh.), marc ‘Abgrenzung, Bestimmung’ (9. Jh.), ‘Zeichen, Beweis’ (11. Jh.), ‘Ziel, Grenze’ (Hs. 12. Jh.), mhd. marke, mark, march, auch ‘Gau, Bezirk, Gesamteigentum einer Gemeinde an Grund und Boden, Wald’, asächs. marka, mnd. mnl. marke, nl. mark, aengl. (angl.) merc, (westsächs.) mearc, engl. mark ‘Grenze’, anord. mǫrk ‘Wald, Grenzland’, schwed. mark ‘Landstück, Erde’, got. marka ‘Grenze’ (germ. *markō) führen mit lat. margo ‘Rand, Grenze’ und den unter ↗Bruch, ↗Bruch (s. d.) angeführten kelt. Formen auf ie. *mereg̑-, *morg̑- bzw. *mrō̌g̑- ‘Rand, Grenze’ (wozu auch ↗Mark, ↗Marke, ↗merken, s. d.). Die Bedeutung ‘Rand, Grenze’ entwickelt sich über ‘Grenzland’ zu ‘abgegrenztes Gebiet, Bezirk’. Aus der alten Bedeutung ‘Grenzland’ erklären sich Bezeichnungen wie Mark Brandenburg, Mark Meißen (ursprünglich ‘Grenzgebiet’ gegen die Slawen), während sonst aus dem Slaw. entlehntes ↗Grenze (s. d.) vorgedrungen ist. Aus dem Germ. entlehnt ist afrz. frz. marche ‘Grenze, Grenzland’ (s. ↗Markise). Markgraf m. (in feudalistischer Zeit) ‘Verwalter, Richter eines Grenzlandes’, ahd. marcgrāvo (Hs. 12. Jh.), mhd. marcgrāve. Markstein m. ‘wichtiger, hervorragender Punkt’, ahd. (10./11. Jh.), mhd. marcstein ‘Grenzstein’. Markscheide f. ‘Grenze, Grenzlinie (einer Bergbaugrube)’, mhd. marcscheide ‘Bestimmung der Grenze, der abgegrenzte Raum’; Markscheider m. ‘bergbaulicher Vermessungsingenieur’, mhd. marcscheider ‘Beamter, der die Berge vermißt und die Grenzen der Berge und Stollen absteckt’ (14. Jh.); Markscheidekunst f. (16. Jh.).

Mark2 f. ‘Geldmünze’, ahd. marc (Hs. 12. Jh.), mhd. marke, marc, march ‘ein Stück Gold oder Silber von einem bestimmten Gewicht’, ursprünglich ‘ein halbes Pfund Silber oder Gold’, dann ‘Rechnungsmünze’, nhd. Mark, ab 1873 Rechnungseinheitsmünze in Deutschland, mnd. mark, mnl. marc, aengl. marc, anord. mǫrk hat sich entwickelt aus dem unter ↗Mark (s. d.) behandelten Substantiv im Sinne von ‘Zeichen’; dazu s. auch ↗Marke. Der Ausdruck gilt zunächst wohl für die an einem Gold- oder Silberbarren angebrachte Prägung (Kennzeichnung eines bestimmten Gewichts), bezeichnet dann den Barren selbst sowie sein Gewicht, schließlich das ‘Geldstück’ (von bestimmtem Gewicht und Wert). Aus germ. *marka- stammt gleichbed. mlat. marca (9. Jh.), das die Verbreitung des beim grenzüberschreitenden Handel gebrauchten Ausdrucks befördert haben mag; vgl. afrz. marc.

Mark3 · markig
Mark3 n. ‘das innerste Gewebe eines Organs oder eines pflanzlichen Teils, das Innere’, ahd. marg (9. Jh.), mhd. marc, march, asächs. marg, mnd. march, mnl. maerch, march, me(e)rch, nl. merg, afries. merg, aengl. mærh, mærg, (westsächs.) mearh, mearg, engl. marrow, anord. mergr, schwed. märg (germ. *mazga-) führen mit aind. majjā́ ‘Mark (des Knochens, der Pflanze)’, awest. mazga- ‘Mark, Gehirn’, aslaw. mozgъ, russ. mozg (мозг) ‘Gehirn’ auf ie. *mezg- (oder *mesgh-?) ‘stricken, knüpfen’, substantivisch (mit o-Stufe) ‘Knoten, Schlinge’ sowie ‘Mark, Hirn’ (s. ↗Masche). Vgl. durch Mark und Bein (‘durch Mark und Knochen’, d. h. ‘durch und durch’) gehen (17. Jh.). S. auch ↗ausmergeln. markig Adj. ‘kernig, kraftvoll’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
DM · Deutsche Mark · Deutschmark  ●  ↗D-Mark  Hauptform · DEM  fachspr. · Mark  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Fruchtfleisch · ↗Fruchtmark · Mark
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze
Synonymgruppe
Kern · Mark · Markröhre
Synonymgruppe
DDR-Mark · M · MDN · Mark (DDR-Währung) · Mark der Deutschen Notenbank  ●  Ost-Mark  ugs.
Synonymgruppe
Grenzgebiet · ↗Randgebiet  ●  Anewand  oberdeutsch · Mark  fränk.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Sorbenmark · Sorbische Mark
  • Mark Lausitz · Markgrafschaft Lausitz
  • Mark Landsberg · Markgrafschaft Landsberg
  • Bretonische Mark  ●  Britannische Mark  veraltet
  • Awarenmark · Pannonische Mark
  • Grafschaft hinter dem Drauwald · Mark Pettau · Mark an der Drau · Mark hinter dem Drauwald · untere Karantaner Mark
  • Dänische Mark · Mark Schleswig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hauptstädter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mark‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eben deshalb müßten sich die Märker gut überlegen, ob die Fusion für sie nicht doch der beste Weg sei, warnt der Liberale.
Die Welt, 18.10.2004
Wieder sind ein paar Märker frei geworden, die in neues Personal investiert werden können.
Süddeutsche Zeitung, 06.05.1994
Er bezeichnet es als Torheit, aus seinen Büchern herauslesen zu wollen, er schwärme für Mark und Märker.
Bauer, Hans: Wenn einer eine Reise tat, Leipzig: Koehler & Amelang 1973, S. 142
Bevor der biedere Märker sich entfernte, schob er mir noch zwei Zweieinhalb-Groschenstücke, taktvoll in ein Papier gewickelt, zu.
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1331
Der Herkunft nach handelt es sich um Märker und Pommern.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 405
Zitationshilfe
„Mark“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mark#2>, abgerufen am 17.02.2019.

Weitere Informationen …

Mark, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mark · Nominativ Plural: Marken
Aussprache
Wortbildung mit ›Mark‹ als Erstglied: ↗Markgenossenschaft · ↗Markgraf · ↗Markscheide · ↗Markscheider · ↗Markstein
 ·  mit ›Mark‹ als Letztglied: ↗Altmark · ↗Nordmark
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltet Grenze
Beispiele:
im Mittelalter baute man Burgen an den Marken des Reichs
das Gebäude ... lag auf der Mark des Dorfes [AlexisBredowII 2,276]
Grenzland, Grenzgebiet
Beispiel:
die Bewohner der Marken
heute noch in Landschaftsnamen
Beispiele:
die Mark Brandenburg
er liebte die Kiefernwälder der Mark (= in Brandenburg)
die (Grafschaft) Mark (= Landschaft an der Ruhr)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mark1 · Markgraf · Markstein · Markscheide · Markscheider · Markscheidekunst
Mark1 f. ‘Grenze, Grenzland, Randgebiet’, ahd. marka ‘Grenze, Ende, Grenzland, Zeichen’ (8./9. Jh.), marc ‘Abgrenzung, Bestimmung’ (9. Jh.), ‘Zeichen, Beweis’ (11. Jh.), ‘Ziel, Grenze’ (Hs. 12. Jh.), mhd. marke, mark, march, auch ‘Gau, Bezirk, Gesamteigentum einer Gemeinde an Grund und Boden, Wald’, asächs. marka, mnd. mnl. marke, nl. mark, aengl. (angl.) merc, (westsächs.) mearc, engl. mark ‘Grenze’, anord. mǫrk ‘Wald, Grenzland’, schwed. mark ‘Landstück, Erde’, got. marka ‘Grenze’ (germ. *markō) führen mit lat. margo ‘Rand, Grenze’ und den unter ↗Bruch, ↗Bruch (s. d.) angeführten kelt. Formen auf ie. *mereg̑-, *morg̑- bzw. *mrō̌g̑- ‘Rand, Grenze’ (wozu auch ↗Mark, ↗Marke, ↗merken, s. d.). Die Bedeutung ‘Rand, Grenze’ entwickelt sich über ‘Grenzland’ zu ‘abgegrenztes Gebiet, Bezirk’. Aus der alten Bedeutung ‘Grenzland’ erklären sich Bezeichnungen wie Mark Brandenburg, Mark Meißen (ursprünglich ‘Grenzgebiet’ gegen die Slawen), während sonst aus dem Slaw. entlehntes ↗Grenze (s. d.) vorgedrungen ist. Aus dem Germ. entlehnt ist afrz. frz. marche ‘Grenze, Grenzland’ (s. ↗Markise). Markgraf m. (in feudalistischer Zeit) ‘Verwalter, Richter eines Grenzlandes’, ahd. marcgrāvo (Hs. 12. Jh.), mhd. marcgrāve. Markstein m. ‘wichtiger, hervorragender Punkt’, ahd. (10./11. Jh.), mhd. marcstein ‘Grenzstein’. Markscheide f. ‘Grenze, Grenzlinie (einer Bergbaugrube)’, mhd. marcscheide ‘Bestimmung der Grenze, der abgegrenzte Raum’; Markscheider m. ‘bergbaulicher Vermessungsingenieur’, mhd. marcscheider ‘Beamter, der die Berge vermißt und die Grenzen der Berge und Stollen absteckt’ (14. Jh.); Markscheidekunst f. (16. Jh.).

Mark2 f. ‘Geldmünze’, ahd. marc (Hs. 12. Jh.), mhd. marke, marc, march ‘ein Stück Gold oder Silber von einem bestimmten Gewicht’, ursprünglich ‘ein halbes Pfund Silber oder Gold’, dann ‘Rechnungsmünze’, nhd. Mark, ab 1873 Rechnungseinheitsmünze in Deutschland, mnd. mark, mnl. marc, aengl. marc, anord. mǫrk hat sich entwickelt aus dem unter ↗Mark (s. d.) behandelten Substantiv im Sinne von ‘Zeichen’; dazu s. auch ↗Marke. Der Ausdruck gilt zunächst wohl für die an einem Gold- oder Silberbarren angebrachte Prägung (Kennzeichnung eines bestimmten Gewichts), bezeichnet dann den Barren selbst sowie sein Gewicht, schließlich das ‘Geldstück’ (von bestimmtem Gewicht und Wert). Aus germ. *marka- stammt gleichbed. mlat. marca (9. Jh.), das die Verbreitung des beim grenzüberschreitenden Handel gebrauchten Ausdrucks befördert haben mag; vgl. afrz. marc.

Mark3 · markig
Mark3 n. ‘das innerste Gewebe eines Organs oder eines pflanzlichen Teils, das Innere’, ahd. marg (9. Jh.), mhd. marc, march, asächs. marg, mnd. march, mnl. maerch, march, me(e)rch, nl. merg, afries. merg, aengl. mærh, mærg, (westsächs.) mearh, mearg, engl. marrow, anord. mergr, schwed. märg (germ. *mazga-) führen mit aind. majjā́ ‘Mark (des Knochens, der Pflanze)’, awest. mazga- ‘Mark, Gehirn’, aslaw. mozgъ, russ. mozg (мозг) ‘Gehirn’ auf ie. *mezg- (oder *mesgh-?) ‘stricken, knüpfen’, substantivisch (mit o-Stufe) ‘Knoten, Schlinge’ sowie ‘Mark, Hirn’ (s. ↗Masche). Vgl. durch Mark und Bein (‘durch Mark und Knochen’, d. h. ‘durch und durch’) gehen (17. Jh.). S. auch ↗ausmergeln. markig Adj. ‘kernig, kraftvoll’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
DM · Deutsche Mark · Deutschmark  ●  ↗D-Mark  Hauptform · DEM  fachspr. · Mark  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Fruchtfleisch · ↗Fruchtmark · Mark
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze
Synonymgruppe
Kern · Mark · Markröhre
Synonymgruppe
DDR-Mark · M · MDN · Mark (DDR-Währung) · Mark der Deutschen Notenbank  ●  Ost-Mark  ugs.
Synonymgruppe
Grenzgebiet · ↗Randgebiet  ●  Anewand  oberdeutsch · Mark  fränk.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Sorbenmark · Sorbische Mark
  • Mark Lausitz · Markgrafschaft Lausitz
  • Mark Landsberg · Markgrafschaft Landsberg
  • Bretonische Mark  ●  Britannische Mark  veraltet
  • Awarenmark · Pannonische Mark
  • Grafschaft hinter dem Drauwald · Mark Pettau · Mark an der Drau · Mark hinter dem Drauwald · untere Karantaner Mark
  • Dänische Mark · Mark Schleswig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hauptstädter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mark‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eben deshalb müßten sich die Märker gut überlegen, ob die Fusion für sie nicht doch der beste Weg sei, warnt der Liberale.
Die Welt, 18.10.2004
Wieder sind ein paar Märker frei geworden, die in neues Personal investiert werden können.
Süddeutsche Zeitung, 06.05.1994
Er bezeichnet es als Torheit, aus seinen Büchern herauslesen zu wollen, er schwärme für Mark und Märker.
Bauer, Hans: Wenn einer eine Reise tat, Leipzig: Koehler & Amelang 1973, S. 142
Bevor der biedere Märker sich entfernte, schob er mir noch zwei Zweieinhalb-Groschenstücke, taktvoll in ein Papier gewickelt, zu.
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1331
Der Herkunft nach handelt es sich um Märker und Pommern.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 405
Zitationshilfe
„Mark“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mark#3>, abgerufen am 17.02.2019.

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