Mannbarkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mannbarkeit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungMann-bar-keit
Wortzerlegungmannbar-keit
Wahrig und DWDS, 2018

Bedeutung

gehoben, veraltend (männliche) Geschlechtsreife, Zeugungsfähigkeit; Männlichkeit (im Verhalten)
Beispiele:
Katharina, eine junge Frau mit feinen Zügen und wachen Augen, ist zwar in Begleitung ihres Mannes; doch dem kriegsversehrten Nikolai Orlow fehlen neben einem Auge, einem Arm und einem »Teil seiner Mannbarkeit«, wie Bismarck süffisant notierte, […] auch die Energie für lange Strandspaziergänge. [Welt am Sonntag, 26.10.2014, Nr. 43]
Besessen von der Sorge um seine Mannbarkeit, absolviert er unzählige Arztbesuche, um sich seiner Gesundheit zu vergewissern. [Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2010]
Was die Jungs anlangt, so verkörperte sich die Sehnsucht nach der Mannbarkeit […] in dem Wunsch nach einer eigenen Pfeife. [Der Tagesspiegel, 22.06.2001]
[…] der Bär ist bedroht, weil zu viele wirkliche Jäger auf ihn geschossen haben, um so ihre Mannbarkeit, auch bei der Verteilung des Felles, unter Beweis zu stellen. [Süddeutsche Zeitung, 02.09.1998]
Bei der in Gärten vielfach schon zur Kalamität gewordenen Amsel ist das Männchen schwärzlich und bekommt im elften Monat seines Lebens einen gelben Schnabel – die Gelbschnabelhaftigkeit ist bei ihm […] Ausdruck von Mannbarkeit und Geschlechtsreife. [Berliner Illustrirte Zeitung, 24.06.1943]

Thesaurus

Synonymgruppe
(männliche) Geschlechtsreife · ↗Manneskraft · ↗Männlichkeit · ↗Potenz · ↗Virilität · ↗Zeugungsfähigkeit · ↗Zeugungskraft  ●  Mannbarkeit  veraltend
Zitationshilfe
„Mannbarkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mannbarkeit>, abgerufen am 24.05.2019.

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