Malerei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Malerei · Nominativ Plural: Malereien
Aussprache
WorttrennungMa-le-rei
Wortzerlegungmalen-erei
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
Kunst, Gemälde herzustellen, Malkunst
Beispiele:
sich der Malerei widmen
umgangssprachlich die Malerei aufstecken
abstrakte, gegenständliche Malerei
die Malerei der Romantik, Gotik
die italienische, niederländische Malerei
2.
meist im Plural
Werk eines Kunstmalers, Gemälde
Beispiele:
die Wände waren mit Malereien behängt
in den mit guten Malereien behängten Räumen [G. Hauptm.Quint1,406]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

malen · Maler · Malerei · malerisch
malen Vb. ‘mit Pinsel und Farbe oder Stift gestalten, mit Farbe (be)streichen’, ahd. mālōn, mālēn (9. Jh., doch vgl. schon inmālēn, 8. Jh.), mhd. mālen ‘ein Zeichen machen, abgrenzen, bunt verzieren, färben, schreiben, im Geist entwerfen, malen, zeichnen’, asächs. mālon ‘verzieren, bemalen’, mnd. mālen, aengl. gemǣlan ‘ein Zeichen machen’, anord. mæla ‘malen’, got. mēljan ‘schreiben’. Mit der Ausgangsbedeutung ‘(dunkle) Farbe auftragen, mit einem farbigen Zeichen versehen’ (daher auch ‘mit Farbe schreiben’) stellen sich die Verben zu einem gemeingerm. Substantiv, das in ahd. mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, asächs. (hōbið) māl, aengl. mǣl, anord. māl, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ belegt und mit aind. malináḥ ‘schmutzig, unrein’, málam ‘Schmutz, Kot, Dreck, Unreinlichkeit’, griech. mélās (μέλας) ‘dunkelfarbig, schwarz, finster’, lit. mė́las ‘blau’, mel̑svas ‘bläulich’, russ. malína (малина) ‘Himbeere’ verwandt ist. Zugrunde liegt die in Farbbezeichnungen auftretende Wurzel ie. *mel(ə)-, besonders ‘von dunklem, unreinem Farbton, Schmutz, beschmutzen’ (wozu vielleicht auch ↗Molch, s. d.). Vgl. dazu auch die Entwicklung von ↗Mal (s. d.). Redensartlich den Teufel an die Wand malen ‘Schlimmes vorhersagen’ (16. Jh.). Maler m. ‘mit Pinsel und Farbe gestaltender Künstler’, auch ‘Anstreicher’, ahd. mālāri (9. Jh.), mhd. mālære, māler, mæler, asächs. māleri, mnd. māler(e), mnl. maelre, afries. mēler, māler. Malerei f. ‘Kunst des Malens, Gesamtheit der Gemälde’ (15. Jh.). malerisch Adj. ‘die Malerei betreffend, für die Malerei typisch, zum Malen geeignet, romantisch’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Malerei (Gattung) [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Architektur Bildhauerei Collage Fotografie Grafik Installation Jahrhundert Literatur Meisterwerk Musik Plastik Renaissance Skulptur Zeichnung abendländisch abstrakt altdeutsch altniederländisch figurativ flämisch gegenständlich holländisch impressionistisch informell modern monochrom naiv niederländisch venezianisch zeitgenössisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Malerei‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was Maler neben der Malerei machen, interessiert meistens nur nebenbei.
Die Welt, 16.07.2003
Malerei ist für sie nicht schwarz auf weiß gesetzte Behauptung.
Der Tagesspiegel, 11.10.2002
Nach 1928 begann D. H. sich außer der Graphik auch mit Malerei zu beschäftigen.
o. A.: Lexikon der Kunst - D. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 24824
So geht es mir oft in der Musik, in der Malerei, auch in der Philosophie.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 152
Er dachte an alte Malereien, die er in Museen gesehen hatte, ohne sie recht zu verstehen.
Musil, Robert: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983 [1906], S. 14
Zitationshilfe
„Malerei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Malerei>, abgerufen am 25.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Malerdichter
Malerbetrieb
Malerauge
Malerarbeit
Maler
Maleremail
Malerfarbe
Malergehilfe
Malergeselle
Malerhandwerk