Makel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Makels · Nominativ Plural: Makel
Aussprache
WorttrennungMa-kel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Makel‹ als Erstglied: ↗makelhaft · ↗makellos  ·  mit ›Makel‹ als Grundform: ↗bemakeln
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Unvollkommenheit, Mangel, Fehler
Beispiele:
ein schwerer, böser Makel
jmd., etw. ist ohne Makel
an ihr ist kein Makel
Schandfleck
Beispiele:
jmdm. einen Makel anhängen
der Makel des Trunkes haftet ihm an
etw. wird als Makel empfunden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Makel · makellos
Makel m. ‘Schandfleck, Fehler’, spätmhd. makel m., entlehnt aus lat. macula f. ‘Lücke, Loch, Fleck, Schandfleck, Mal’. Mask. und (dem Lat. folgend) fem. Gebrauch bestehen lange nebeneinander, bis sich das mask. Genus (wohl nach Fleck, Fehler, Tadel) im 18. Jh. durchzusetzen beginnt. S. auch ↗Makulatur. makellos Adj. ‘fehlerlos, ohne Fehl, rein’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beleidigung fürs Auge · Makel · ↗Schandfleck · ↗Schandmal · ↗Schönheitsfehler
Assoziationen
Synonymgruppe
Fleck · ↗Klecks · Makel
Assoziationen
Synonymgruppe
(geringer) Makel · ↗Schönheitsfehler · kleine Macke · kosmetischer Fehler · kosmetischer Makel · kosmetischer Mangel · unwesentliche Beeinträchtigung
Assoziationen
Synonymgruppe
Beeinträchtigung · ↗Beschädigung · ↗Defekt · ↗Knacks · Läsur · Makel · ↗Riss · ↗Schaden · ↗Sprung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anklopfen Dreierkonferenz Erbsünde Königsmörder Makellosigkeit Sittenwidrigkeit Unehelichkeit Unzuverlässigkeit Versagens Vorstrafe Zweitklassigkeit abschütteln abstreifen anhaften anhaftend anheften anhängen ausmerzen beflecken befreien behaften haften loswerden menschlich reinwaschen tilgen tilgend unauslöschbar unauslöschlich unverzeihlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Makel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das machte es ihm vollends unmöglich, den Makel seines Standes loszuwerden.
Die Welt, 26.03.2004
Die provokanten Thesen sollten ihn vom Makel befreien, er habe konzeptionell nichts zu bieten.
Der Tagesspiegel, 06.12.1999
Der Makel wird um so größer, wenn es sich um einen Mann handelt, der vermöge seiner hervorragenden Stellung dienstlich und moralisch vorbildlich wirken soll.
Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 4201
Dann war alles gebüßt, der Makel mit rotem, dampfendem Blute abgewaschen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 416
Das kommende deutsche Parlament sollte nicht mit dem Makel behaftet werden, ein revolutionäres Tribunal zu sein.
Kupisch, K.: Frankfurter Parlament. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 1136
Zitationshilfe
„Makel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Makel>, abgerufen am 15.10.2019.

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