Machtrausch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Machtrausch(e)s · Nominativ Plural: Machträusche
WorttrennungMacht-rausch
WortzerlegungMachtRausch
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

(meist) abwertend rauschhaftes Gefühl, Überwältigtsein durch den Besitz von Macht (Lesart 1)
Beispiele:
Die Regierung Bush stand für Geschichtsvergessenheit, für die Vermessenheit, sich ohne Skrupel über Menschenrechte hinwegzusetzen. Sie stand für Größenwahn und Hybris. Sie stand für einen Machtrausch, der nach dem Zerfall der Sowjetunion immer stärker Besitz von der verbliebenen Supermacht ergriffen hatte. [Westdeutsche Zeitung, 21.01.2009]
Die Welt ist voller Potentaten, deren Rachsucht und Paranoia, deren Gier und Brutalität, deren Machträusche und Niedertrachten sich zeigen, wie von Shakespeare erzählt. [Der Spiegel, 14.04.2014, Nr. 16]
Es ist […] diese Mischung aus Führungsstärke und Machtrausch, die Westerwelle hin und wieder zu Überheblichkeit verführt. [Neue Zürcher Zeitung, 07.06.2009]
Macher im Machtrausch – Deutschlands Manager auf gefährlichem Kurs. [Der Tagesspiegel, 03.10.1999]
Nicht ohne Mitwirkung des – unbedachten – Ausspruches von Treitschke, daß das Wesen des Staates Macht und abermals Macht und zum dritten Macht sei, wurde das Machtdenken zu dem verhängnisvollen Machtrausch, dem wir dann in der perversen Herrenideologie der nationalsozialistischen Führer wiederbegegnen sollten. [Die Zeit, 14.11.1946, Nr. 39]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Macher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Machtrausch‹.

Zitationshilfe
„Machtrausch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Machtrausch>, abgerufen am 24.04.2019.

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