Maßliebchen

GrammatikSubstantiv
WorttrennungMaß-lieb-chen
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich Gänseblümchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Maßliebchen n. Die ältesten im Dt. nachgewiesenen Formen des Namens für das Gänseblümchen lauten Maßleben (14./15. Jh.), Maßlieben (1485), Maßlieblin (1500). Sie gehen wahrscheinlich auf die Namensform mnl. matelieve zurück, die ins Dt. entlehnt wird. Nl. Mundartformen wie maagdelief, maagdelieve führen auf eine Deutung ‘der Jungfrau (Maria) lieb’. Dt. Mundartnamen wie Marienblümchen, Marienblume, Modermarleevke ‘Muttermarienliebchen’ dürften unter Bezugnahme auf eine Legende entstanden sein, nach der sich Maria, als sie für das Jesuskind Blumen pflückte, den Finger verletzte; von den herabfallenden Blutstropfen sollen die Blüten ihren roten Rand erhalten haben. Ungesichert ist der Herleitungsversuch von germ. *mat- ‘Speise’ (s. ↗Messer, ↗Mast f.), wobei der Name mnl. matelieve der als appetitanregend geltenden Pflanze mit ‘Eßlust’ erklärt wird. Vgl. Marzell 1, 546.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Gänseblümchen · Maßliebchen · ↗Tausendschönchen  ●  Margritli  schweiz. · Bellis perennis  fachspr., botanisch
Oberbegriffe
  • Blume  ●  Blühtrieb  fachspr. · blühender Trieb  fachspr.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Besucher aus San Francisco, ja sogar aus dem fernen Los Angeles brechen in Entzückensschreie aus angesichts der vielen Rosen, Lilien und Maßliebchen.
Die Zeit, 20.05.2002, Nr. 20
Zitationshilfe
„Maßliebchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Maßliebchen>, abgerufen am 27.06.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
maßleidig
Maßkrug
Maßkonfektion
Massivstall
Massivität
maßlos
Maßlosigkeit
Maßnahme
Maßnahmenbündel
Maßnahmenkatalog