Möwe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Möwe · Nominativ Plural: Möwen
Aussprache
WorttrennungMö-we (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Möwe‹ als Erstglied: ↗Möwenei · ↗Möwenkolonie · ↗Möwenschrei
 ·  mit ›Möwe‹ als Letztglied: ↗Heringsmöwe · ↗Lachmöwe · ↗Raubmöwe · ↗Silbermöwe · ↗Zwergmöwe
eWDG, 1974

Bedeutung

am Meeresufer und in der Nähe von Binnengewässern gesellig lebender, leuchtend weißer oder silbergrauer Schwimmvogel mit scharfem, hakig gebogenem Schnabel und ausgezeichnetem Flugvermögen
Beispiele:
die Möwe fliegt, stößt aus der Luft herab, greift einen Fisch, schaukelt auf den Wellen
Möwen umkreisen mit heiseren Schreien ein auslaufendes Schiff
Möwen füttern
Die weißen Möwen trieben im Strandwinde vorüber [Hesse3,275]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Möwe f. Der Name des Wasservogels asächs. mēu, mnd. mēwe gelangt im 15., verstärkt im 16. Jh. aus dem Nd. ins Hd. (noch im 18. Jh. Mewe neben gerundetem Möwe). Die Herkunft des den meeranwohnenden Germanen bekannten Vogelnamens, vgl. aengl. mǣw (daraus wohl ahd. meu, 9. Jh.), engl. mew, mnl. mēwe, nl. meeuw, anord. mār, mōr (Plur. māfar), ist ungewiß. Vielleicht ist eine onomatopoetische Bildung zum Möwenschrei vorauszusetzen?

Typische Verbindungen
computergeneriert

Austernfischer Eiderente Ente Gefieder Gekreisch Geschrei Kater Kiebitz Kirschgarten Kormoran Kranich Krähe Pelikan Reiher Schrei Schreien Schwan Schwarm Seelöwe Seeschwalbe Seevogel Strandläufer Tölpel ausgestopft kreischen kreischend kreisen kreisend krächzen ostfriesisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Möwe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kreischend stürzen sich Möwen aus der Luft herab auf das Gebäck.
Der Tagesspiegel, 26.08.2001
In unregelmäßigen Abständen fahren Boote darüber, oder Möwen schwimmen darauf.
Die Welt, 21.07.2001
Gelegentlich wurde eine Linie sichtbar, gelegentlich taucht eine Möwe auf.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 256
Und Siri kreischte dazu mit den Möwen ihr schreckliches Seeräuberlied.
Kerner, Charlotte: Blueprint Blaupause, Weinheim: Beltz & Gelberg 1999, S. 59
Keine Möwe an unserer Küste gibt ihre Eier freiwillig heraus.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 43
Zitationshilfe
„Möwe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Möwe>, abgerufen am 21.07.2019.

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