Mähne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mähne · Nominativ Plural: Mähnen
Aussprache
WorttrennungMäh-ne (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Mähne‹ als Erstglied: ↗Mähnengerste · ↗mähnenartig  ·  mit ›Mähne‹ als Letztglied: ↗Langhaarmähne · ↗Lockenmähne · ↗Nackenmähne · ↗Pferdemähne · ↗langmähnig
 ·  mit ›Mähne‹ als Grundform: ↗mähnig
eWDG, 1974

Bedeutung

langes Haar, das bestimmten Tieren im Nacken und am Kopf wächst
Beispiele:
die zottige Mähne des Pferdes
dem Pferd die Mähne flechten
der Löwe schüttelt seine Mähne
Schweife und Mähnen [der Pferde] wehten in dem scharfen Frühjahrswind [StormSchimmelr.7,200]
umgangssprachlich, scherzhaft, bildlich langes, meist ungeordnetes Kopfhaar des Menschen
Beispiele:
seine Mähne kämmen, abschneiden
Musikstücke, bei denen der Klavierspieler mit seiner langen Mähne über die Tasten hinfegt [FontaneStechlinI 5,430]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mähne f. ‘langes Kopf-, Nacken-, Halshaar der Tiere’, ahd. mana f. (9. Jh.), auch mano m., mhd. man(e) f. m., mnd. māne m., mnl. (Plur.) mānen, nl. manen, afries. mona m., aengl. manu f., anord. mon f., schwed. man (germ. *manō- f., *manan- m.) führen mit ahd. menni n. (9. Jh.), asächs. halsmenni, aengl. mene, myne m., anord. men ‘Halsschmuck, -kette’ (germ. *mani-) und aind. mányā ‘Nacken’, air. muin- ‘Hals’, lat. monīle ‘Halsband’ auf ie. *mon- ‘Nacken, Hals’, das wohl mit dem Wurzelansatz ie. *men- ‘emporragen’ zu verbinden ist. Nhd. Mähne, aus mhd. mene, dem Plural von mhd. man stammend, setzt sich als Singular im 16. Jh. durch.

Thesaurus

Synonymgruppe
Haar · Haare · ↗Haarpracht · ↗Haarschopf · ↗Haupthaar · ↗Kopfbehaarung · ↗Kopfhaar · Mähne · ↗Schopf  ●  ↗Fell  ugs. · ↗Matte  ugs. · ↗Pelz  ugs. · ↗Wolle  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Feenhaar · dünnes Haar · feines Haar
  • Biquoquet · Witwenspitze · spitzer Haaransatz
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schweif Stirnband blond blondiert eisgrau feuerrot flatternd flechten geflochten gekräuselt gelockt kraulen kämmen platinblond rotblond schlohweiß schulterlang schütteln silbergrau strähnig toupiert verfilzt wallend wehend weißblond wild wuschelig zerzaust zottelig zottig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mähne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit dieser schicken Mähne verdreht er den Frauen den Kopf.
Bild, 15.01.2002
Sie präsentierten sich mit eingeflochtenen gelben Bändern in den Mähnen.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.1994
Sah ich wirklich ein Fohlen auf dem Anger, seine im Wind flatternde Mähne?
Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand, Berlin: Neues Leben 1974, S. 471
Aber der Mond lichtete nur die weißen Mähnen heller auf.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 262
Das Haar ist inzwischen fuchsrot gefärbt und zu einer breiten Mähne ausgekämmt.
Strauß, Botho: Der junge Mann, München: Hanser 1984, S. 28
Zitationshilfe
„Mähne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mähne>, abgerufen am 26.08.2019.

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