Mädel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mädels · Nominativ Plural: Mädel
Nebenform norddeutsch Mädel · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mädels · Nominativ Plural: Mädels
Aussprache
WorttrennungMä-del (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Mädel‹ als Erstglied: ↗Mädelchen  ·  mit ›Mädel‹ als Letztglied: ↗Bauernmädel · ↗Blitzmädel · ↗Fabrikmädel · ↗Hausmädel · ↗Jungmädel · ↗Kindermädel · ↗Küchenmädel · ↗Landmädel · ↗Laufmädel · ↗Lehrmädel · ↗Prachtmädel · ↗Schulmädel · ↗Serviermädel · ↗Stubenmädel · ↗Zimmermädel
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich
Synonym zu Mädchen
1.
Beispiele:
sie ist ein hübsches, nettes, herziges Mädel
umgangssprachlich sie ist ein blitzsauberes Mädel
2.
Geliebte, Freundin
Beispiel:
er war mit seinem Mädel beim Tanz
3.
Dienstmädchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mädchen · Mädel
Mädchen n. ‘Jugendliche, Kind weiblichen Geschlechts, Freundin eines jungen Mannes’, mit Deminutivsuffix (s. ↗-chen) zu dem unter ↗Magd (s. d.) behandelten Substantiv gebildete Verkleinerungsform; zuerst mnd. mēgedeken (15. Jh.), omd. (mit Konsonantenvereinfachung) Medichen (Anfang 16. Jh.), Mägdchen (17. Jh.), woraus Mädchen. Früher häufig auch für ‘Hausangestellte’; vgl. Mädchen für alles (1832), Übersetzung von engl. maid, servant of all work, heute scherzhaft für jmdn., der alles tun muß und auch alles kann. Daneben, vom Obd. ausgehend, Mädel n. mit dem Deminutivsuffix -el (s. ↗-lein) gebildete Verkleinerungsform, mhd. maidel, gegenüber mhd. magetlīn, woraus nhd. Mägdlein.

Thesaurus

Synonymgruppe
(junges) Ding · ↗Mädchen · junge Dame  ●  ↗Deern  norddeutsch · ↗Dirn(e)  veraltet, regional · ↗Fräulein  veraltet · ↗Maid  veraltet, poetisch · junge Frau  Hauptform · ↗Girl  ugs. · Mädel  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • (eine) Lolita · ↗Kindfrau · ↗Unschuldsengel  ●  süßes Früchtchen  fig. · Nymphchen  geh. · ↗Nymphe  geh., bildungssprachlich
Assoziationen
  • Lehrling  ●  ↗Auszubildende  weibl. · Auszubildender  männl. · ↗Lehrmädchen  österr., bair., veraltet, weibl. · ↗Lehrtochter  schweiz., weibl. · Lernender  schweiz. · Abundzubi  ugs., abwertend, selten · ↗Azubi  ugs., Kurzform · Azubiene  ugs., weibl. · Azubine  ugs., weibl. · ↗Stift  ugs., veraltend
  • junge Dame · unverheiratete Frau  ●  ↗Demoiselle  veraltet, franz. · ↗Fräulein  veraltet · ↗Mademoiselle  franz.
  • Mädchengymnasium  ●  ↗Lyzeum  regional
  • Teen · ↗Teenager (weibl.) · ↗Teenie  ●  ↗Backfisch  veraltet · ↗Jugendliche  Hauptform, weibl. · junges Ding  weibl. · ↗Kid  ugs., engl.
  • (die) Jugend · junge Leute · junge Menschen · junges Volk · nachwachsende Generationen  ●  (die) Jungschen  ugs., regional · junges Gemüse  ugs., scherzhaft-ironisch, fig.
Antonyme
  • Mädel  ugs.
Synonymgruppe
(eine) Kleine · ↗Kindchen (Anrede) · Kleines (Anrede) · kleines Mädchen  ●  ↗Mädchen (Kind)  Hauptform · ↗Schickse  veraltend, regional · ↗Deern  ugs., norddeutsch · ↗Gör(e)  ugs., regional · ↗Mad(e)l  ugs., süddt. · Maderl  ugs., süddt. · Mädel  ugs., süddt. · ↗Mäderl  ugs., süddt. · Mädle  ugs., schwäbisch
Oberbegriffe
  • Abkömmling · Heranwachsender · ↗Nachfahre · ↗Nachkomme · ↗Nachwuchs · ↗Sprössling  ●  (die) lieben Kleinen (u.a. mediensprachlich)  Plural · ↗Kind  Hauptform · ↗Blag  ugs., ruhrdt. · Gschropp  ugs., bair. · ↗Gör  ugs., berlinerisch · ↗Kid  ugs. · Kiddie  ugs. · Kleiner  ugs. · Kniebeißer  ugs. · ↗Knirps  ugs. · Panz  ugs., kölsch · ↗Spross  ugs. · ↗Zögling  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bub Bube Bursch Dirndl Immenhof Junge Jungen Mädel Rist Tankstelle Vorstadt anbaggern blitzsauber blond brav dumm fesch goldig herzlieb hübsch kess knackig kreischen kreischend lieb nett patent ranmüssen süß taff

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mädel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zum ersten Mal in ihrem Leben ist das Mädel nicht mehr einsam.
Bild, 09.12.2004
Irgendwie verspürt der Mann aller Männer wohl auch gar keine Lust, dieses Mädel großmächtig zu vergewaltigen.
Der Tagesspiegel, 22.06.2000
Ich habe harte Tage des Kampfes erlebt und unsere Mädels hast Du zur Welt gebracht.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 04.02.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wenn noch ein Jahr vergangen ist, führst Du an jeder Hand ein Mädel.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 21.05.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Aber wieso kommt das Mädel dazu, es wie Mutter zu tun?
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 41
Zitationshilfe
„Mädel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Mädel>, abgerufen am 20.06.2019.

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