Luderleben, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungLu-der-le-ben
WortzerlegungLuderLeben
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, abwertend Lotterleben
Beispiel:
ein Luderleben führen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Luder · ludern · Luderleben
Luder n. ‘Lockspeise, Köder, Aas’, übertragen ‘liederlicher, durchtriebener Mensch’, mhd. luoder, md. lūder ‘Lockspeise, Gespött, Schlemmerei, lockeres Leben’, mnd. lōder, mnl. nl. loeder. Der Jagdausdruck für das dem Falken als Raub oder Beute hingehaltene Fleisch zeigt die Bedeutungen ‘Lockspeise, Köder, Aas’, aber auch ‘Anreizung, Lockmittel, Wohlleben, Schlemmerei’. Bereits im Mhd. gilt er als derbes Schimpfwort (wie mhd. ās, nhd.Aas, s. d.; vgl. auch mhd. luoderære ‘Weichling, Schlemmer’), doch wird in neuerer Umgangssprache die Derbheit durch Attribute zuweilen abgeschwächt, vgl. armes Luder, dummes Luder (19. Jh.). Die Etymologie ist nicht gesichert; vielleicht steht Luder im Ablaut zu dem unter ↗laden (s. d.) behandelten Verb. ludern Vb. ‘liederlich leben’, mhd. luodern ‘mit der Lockspeise abrichten, reizen, locken, liederlich leben’. Luderleben n. (17. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie vertreten die römische Streitmacht, die bereits vom Luderleben unterwandert ist.
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2003
Er lebte dort sogar das alte Luderleben mit Bosie und den Strichjungen und viel Alkohol weiter.
Die Zeit, 18.12.2000, Nr. 51
Zitationshilfe
„Luderleben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Luderleben>, abgerufen am 18.08.2019.

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