Lorke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lorke · Nominativ Plural: Lorken · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungLor-ke
eWDG, 1969

Bedeutung

mitteldeutsch, umgangssprachlich schlechter, dünner Kaffee
Beispiele:
sie kochte aus altem Kaffeesatz eine Lorke
die Lorke schmeckt sehr fade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lorke f. Kaffeeersatz aus gemälzter und gerösteter Gerste, ‘Malzkaffee’, dann allgemein ‘dünner, schlechter Kaffee’, auch ‘schlechtes Getränk’ Obsächs. Lorge und in entstellender Aussprache berlin. Lorke sind eine Übernahme (19. Jh.) von frz. (mit Artikel) l’orge f. ‘Gerste’. Anderer Herkunft ist Lurke f. ‘Nachwein, Tresterwein’ (Ende 16. Jh.) und gleichbed. ↗Lauer m. (s. d.), die beide über mhd. lūre f., ahd. lūra f. aus lat. lōra, lōrea ‘Tresterwein’ entstanden sein können. Einfluß von älterem Lurke auf Lorke (s. o.) infolge von Laut- und Bedeutungsähnlichkeit (als ‘schlechtes Getränk’) ist wahrscheinlich.

Thesaurus

Synonymgruppe
mieses Getränk  ●  ↗Brühe  ugs. · Lorke  ugs., regional · ↗Plempe  ugs., regional · ↗Plörre  ugs., regional · ↗Spülwasser  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da nahm sich Oberstaatsanwalt Alexander Lorke höchstpersönlich der Sache an.
Bild, 16.05.2002
Tilo Lorke lernte Maurer, fand sein Auskommen als Montagearbeiter mit 900 Mark Grundgehalt.
Die Zeit, 02.03.1984, Nr. 10
Zitationshilfe
„Lorke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lorke>, abgerufen am 24.08.2019.

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