Lorbeer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lorbeers · Nominativ Plural: Lorbeeren
Aussprache
WorttrennungLor-beer
Wortbildung mit ›Lorbeer‹ als Erstglied: ↗Lorbeerbaum · ↗Lorbeerblatt · ↗Lorbeerkranz · ↗Lorbeerzweig
 ·  mit ›Lorbeer‹ als Letztglied: ↗Siegerlorbeer · ↗Siegeslorbeer · ↗Vorschusslorbeer
eWDG, 1969

Bedeutung

in Asien und im Mittelmeergebiet beheimateter, bis zu zehn Meter hoch werdender, immergrüner Baum mit grünlichen oder gelblichweißen Blüten, dessen lederartige Blätter als Gewürz und dessen Früchte als Arznei verwendet werden
Beispiele:
die Gurken sind, der Rotkohl ist mit Lorbeer (= Lorbeerblättern) gewürzt
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht [GoetheKennst du das Land]
Sinnbild des Ruhmes
Beispiel:
die Dichterbüste wurde mit Lorbeer (= einem Lorbeerkranz) geschmückt
übertragen
Beispiele:
umgangssprachlich, spöttisch Lorbeeren ernten (= gelobt werden)
umgangssprachlich, spöttisch er konnte keine Lorbeeren pflücken, erringen (= er hatte keinen Erfolg)
scherzhaft (sich) auf seinen Lorbeeren ausruhen (= nach einem Lob in seinen Anstrengungen nachlassen)
dichterisch jmdm. den Lorbeer reichen (= jmdn. rühmend anerkennen)
dichterisch ihm gebührt unverwelklicher Lorbeer (= unvergänglicher Ruhm)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lorbeer m. Der Name für den im Mittelmeergebiet beheimateten Strauch (oder Baum) mit ledrigen, immergrünen Blättern, die auch als Gewürz verwendet werden, lautet lat. laurus und dürfte einer alten Mittelmeersprache entstammen. Aus dem Lat. entlehnt sind die Zusammensetzungen ahd. (9. Jh.), mhd. lōrboum und ahd. (Hs. 14. Jh.), mhd. lōrberboum sowie ahd. lōrberi (11. Jh.), mhd. lōrber ‘Frucht, Beere des Lorbeerbaums’. Als Name für die Pflanze gilt nhd. Lorbeer (neben Lorbeerbaum) seit dem 16. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
Lorbeer · ↗Lorbeerblatt
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Basilikum Efeu Knoblauch Kümmel Myrte Nelke Oleander Olive Palme Petersilie Pfeffer Piment Salbei Thymian Wacholder Zimt Zwiebel Zypresse ausruhen bekränzen ernten flechten gebühren lockend schmutzig verwelken verwelkt welk welken welkend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lorbeer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er vertut seine Zeit nicht und ruht auch nicht auf seinen Lorbeern aus!
Der Tagesspiegel, 10.12.2002
Wir verschwören uns, jeden zu überbieten, der es auch wagt, seine Hand nach dem Lorbeer auszustrecken.
Völkischer Beobachter (Berlin), 04.03.1943
Der bittere und verwelkte Duft des Lorbeers im Zimmer war stärker geworden.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 147
Denn nun geht der Kampf nicht mehr um den platonischen Lorbeer, sondern auf Tod und Leben.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 733
Und als das Stück zu Ende, lag nur mehr der Lorbeer auf meinem Platze - die Schleife war fort!
Wohlmuth, Alois: Ein Schauspielerleben, Ungeschminkte Selbstschilderungen von Alois Wohlmuth. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 1366
Zitationshilfe
„Lorbeer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lorbeer>, abgerufen am 17.09.2019.

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