Lokomotive, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lokomotive · Nominativ Plural: Lokomotiven
Aussprache
WorttrennungLo-ko-mo-ti-ve (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Lokomotive‹ als Erstglied: ↗Lokomotivführer  ·  mit ›Lokomotive‹ als Letztglied: ↗Diesellokomotive · ↗Ehestandslokomotive · ↗Elektrolokomotive · ↗Schnellzuglokomotive
 ·  mit ›Lokomotive‹ als Grundform: ↗Lok
eWDG, 1969

Bedeutung

fahrbare, an Schienen gebundene Kraftmaschine zum Ziehen von Personenwagen und Güterwagen
Beispiele:
die Lokomotive rangiert, setzt sich in Bewegung, wird ausgespannt
das Pfeifen der Lokomotive war weithin hörbar
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lokomotive, f. abgekürzt Lok, ‘Zugmaschine für Eisenbahnwagen’, Übernahme (30er Jahre 19. Jh.) von engl. locomotive, gekürzt und substantiviert aus locomotive (steam) engine ‘sich von der Stelle bewegende (Dampf)maschine’. Das Adjektiv ist eine Bildung aus nlat. locomotivus, zu lat. locus ‘Ort, Platz, Stelle’ und spätlat. mōtīvus ‘Bewegung bewirkend, zur Bewegung geeignet, beweglich’ (s. ↗Motiv); vgl. spätlat. locō mōtīva ‘sich von einem Ort zum anderen bewegend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Avantgardist · ↗Pionier · ↗Schrittmacher · ↗Trendsetter · ↗Vorkämpfer · ↗Vorreiter · ↗Wegbereiter  ●  Lokomotive  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Lok · Lokomotive · ↗Triebfahrzeug
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baureihe Dampf Dampfmaschine Doppelstockwagen Eisenbahnwagen Eisenbahnwaggon Eishockey-Mannschaft Führerstand Güterwagen Güterzug Heizer Personenwagen Pfeifen Pfiff Stromabnehmer Tender Traktor Triebwagen Triebzug Waggon Weltkonjunktur Weltwirtschaft dampfen dampfend dieselelektrisch dieselhydraulisch elektrisch entgleisen pfeifen schnaufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lokomotive‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei sei es zwei Personen kurzfristig gelungen, auf die Lokomotive zu klettern.
Der Tagesspiegel, 30.10.2001
Irgendwann gab die Lokomotive ein paar klagende Töne von sich und der Zug setzte sich in Bewegung, erst langsam, dann immer schneller.
Pressler, Mirjam: Malka Mai, Weinheim Basel: Beltz & Gelberg 2001, S. 240
Doch manchmal beginne die Lokomotive kurz vor dem Ziel zu stottern.
Süddeutsche Zeitung, 23.10.1997
Als wir uns weit aus den Fenstern beugten, sahen wir vor der Lokomotive das auf "Halt" gestellte Signal.
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1963, S. 218
Und immer wieder rollte die kleine Lokomotive über den Tisch.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 244
Zitationshilfe
„Lokomotive“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lokomotive>, abgerufen am 27.05.2019.

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