Lohe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lohe · Nominativ Plural: Lohen
Aussprache
WorttrennungLo-he (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben lodernde Glut, hell flackernde Flamme
Beispiele:
die Lohe schlug zum Himmel empor
aus dem Reisig schoss eine helle Lohe hoch
der Horizont flammte in feuriger Lohe
es ist wie ein Waldbrand, wo von Stamm zu Stamm, immer heißer, immer hitziger, immer schneller die Lohe um sich greift [St. ZweigBalzac182]
übertragen
Beispiel:
eine heiße Lohe der Leidenschaft schlug in ihr hoch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lohe1 · lohen
Lohe1 f. ‘lodernde Flamme’, mhd. lohe, mnd. lō(he), daneben (mit grammatischem Wechsel von h und g) anord. logi, schwed. låga, mit Ablaut ahd. loug (um 800), mhd. louc, asächs. lōgna, aengl. līeg, anord. leygr stellen sich zu der unter ↗licht (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *leuk- ‘leuchten, licht’. lohen Vb. ‘flammen, lodern’, ahd. lohen (11. Jh.), mhd. lohen.

Lohe2 · Lohgerber · Lohmühle
Lohe2 f. zum Gerben verwendete zerkleinerte Baumrinde (Gerberlohe), ahd. (Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. mnl. , nl. looi führen im Sinne von ‘Abgeschältes, Losgelöstes’ auf die unter ↗los (s. d.) angegebene Wurzel ie. *leu-, auch *lēu-, *leu̯ə- ‘abschneiden, trennen, lösen’. Lohgerber m. (15. Jh.). Lohmühle f. ‘Mühle, in der Baumrinde zerkleinert und zu Gerbstoff verarbeitet wird’ (16. Jh.), mnd. lōmȫle (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Flamme · Lohe
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manchmal wetterleuchtete und blitzte es von der großen Lohe taghell herüber.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 189
Man hört die Lohen lodern und das Holz in der Feuersbrunst krachen.
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2000
Wenn man nicht aufpaßte, schien es wie "wabernde Lohe" aus den Erdhügeln aufzusteigen.
Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52
Aber den größten Raum in diesem Garten nahm ein großer, fast haushoher Lohhaufen ein, von gebrauchter Lohe allmählich zusammengekarrt.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 10792
Dort hinten aus dem verrußten Schornstein des Krematoriums quoll die träge Lohe.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 299
Zitationshilfe
„Lohe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lohe#1>, abgerufen am 19.05.2019.

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Lohe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lohe · Nominativ Plural: Lohen
Aussprache
WorttrennungLo-he (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Lohe‹ als Erstglied: ↗Lohblüte · ↗Lohgerber · ↗Lohrinde
 ·  mit ›Lohe‹ als Letztglied: ↗Eichenlohe · ↗Fichtenlohe
eWDG, 1969

Bedeutung

gemahlene Rinde, besonders von jungen Eichen oder Fichten, zum Gerben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lohe1 · lohen
Lohe1 f. ‘lodernde Flamme’, mhd. lohe, mnd. lō(he), daneben (mit grammatischem Wechsel von h und g) anord. logi, schwed. låga, mit Ablaut ahd. loug (um 800), mhd. louc, asächs. lōgna, aengl. līeg, anord. leygr stellen sich zu der unter ↗licht (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *leuk- ‘leuchten, licht’. lohen Vb. ‘flammen, lodern’, ahd. lohen (11. Jh.), mhd. lohen.

Lohe2 · Lohgerber · Lohmühle
Lohe2 f. zum Gerben verwendete zerkleinerte Baumrinde (Gerberlohe), ahd. (Hs. 12. Jh.), mhd. mnd. mnl. , nl. looi führen im Sinne von ‘Abgeschältes, Losgelöstes’ auf die unter ↗los (s. d.) angegebene Wurzel ie. *leu-, auch *lēu-, *leu̯ə- ‘abschneiden, trennen, lösen’. Lohgerber m. (15. Jh.). Lohmühle f. ‘Mühle, in der Baumrinde zerkleinert und zu Gerbstoff verarbeitet wird’ (16. Jh.), mnd. lōmȫle (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Flamme · Lohe
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manchmal wetterleuchtete und blitzte es von der großen Lohe taghell herüber.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 189
Man hört die Lohen lodern und das Holz in der Feuersbrunst krachen.
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2000
Wenn man nicht aufpaßte, schien es wie "wabernde Lohe" aus den Erdhügeln aufzusteigen.
Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52
Aber den größten Raum in diesem Garten nahm ein großer, fast haushoher Lohhaufen ein, von gebrauchter Lohe allmählich zusammengekarrt.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 10792
Dort hinten aus dem verrußten Schornstein des Krematoriums quoll die träge Lohe.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 299
Zitationshilfe
„Lohe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lohe#2>, abgerufen am 19.05.2019.

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