Libelle, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Libelle · Nominativ Plural: Libellen
Aussprache
WorttrennungLi-bel-le
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
an stehenden oder langsam fließenden Gewässern vorkommendes, artenreiches räuberisches Insekt mit stabförmigem, metallisch glänzendem, farbigem Körper und vier glashellen, nicht faltbaren Flügeln, das während des Fluges blitzschnell Richtung oder Flughöhe ändern kann
Beispiel:
eine große, schillernde Libelle
2.
fachsprachlich in Wasserwaagen oder an anderen Messinstrumenten befindlicher kleiner, mit einer leicht beweglichen Flüssigkeit gefüllter Glaszylinder, in dem eine Luftblase die waagerechte, geneigte Lage ebener Flächen anzeigt
Beispiel:
Die richtige Lage wird mit einer am Fernrohr fest verbundenen Libelle eingespielt [Tageszeitung1954]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Libelle f. Das schön gefärbte, während des Fluges blitzschnell Richtung und Flughöhe ändernde Raubinsekt (volkstümlich Wasserjungfer, Schleifer, Glaser, Schneider, Augen-, Kehlstecher u. a.) nennt Linné (18. Jh.) zoolog.-lat. Libellula. Dieser Name ist eine gelehrte deminuierende Bildung zu lat. lībella, seinerseits Deminutivum von lat. lībra ‘(Blei-, Wasser)waage’, weil die Flügel während des Fluges waagerecht ausgespannt sind. Daraus nhd. Libelle (18. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Libelle · ↗Wasserjungfer  ●  Odonata  fachspr. · Schillebold  ugs. · Schillerbold  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Haarclip · ↗Haarklammer · ↗Haarklemme · ↗Haarspange · ↗Spange  ●  Haarschnalle  regional · Libelle  Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Biene Eidechse Fisch Fliege Flug Flügel Frosch Heuschrecke Insekt Käfer Lebensraum Polizeihubschrauber Schmetterling Schmetterlinge Zeichen beobachten blau fangen fliegen fliegend flirren kreisen riesig schillernd schweben schwirren surren tanzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Libelle‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Libellen verharren eine längere Zeit, bis sich ihre neu gebildeten Flügel gehärtet haben.
Der Tagesspiegel, 17.07.2004
Gerade Libellen fliegen in stark sauerstoffhaltiger Luft besonders ausdauernd, fanden die Forscher heraus.
Die Welt, 27.05.2003
Eine Libelle nach der andern erhob sich zum ersten Sprung.
Gaiser, Gerd: Schlußball, München: Hanser 1958 [1958], S. 270
Mitunter kann man dann wohl auch zwei Libellen in einer merkwürdig bizarren Haltung miteinander herumfliegen sehen.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 144
Sie war nichts, nichtiger als das dünne Zittern einer Libelle.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 357
Zitationshilfe
„Libelle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Libelle>, abgerufen am 18.06.2019.

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