Lektorat, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lektorat(e)s · Nominativ Plural: Lektorate
Aussprache
WorttrennungLek-to-rat (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Abteilung der Lektoren im Verlag
Beispiel:
das Manuskript wurde dem Lektorat zur Beurteilung übergeben
2.
fachsprachlich Begutachtung eines Manuskripts, Buchs (mit Anfertigung einer Inhaltsangabe) durch einen Lektor
Beispiel:
bitte fertigen Sie von diesem Manuskript ein Lektorat an!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lektor · Lektorat · lektorieren
Lektor m. ‘Lehrer für praktische Übungen und neuere Sprachen an einer Hochschule’ (18. Jh.), zuvor ‘(ausländischer) Sprachlehrer (für moderne Sprachen) an einer Ritterakademie’ (17. Jh.), ‘Universitätslehrer’ (15. Jh.), Übernahme (anfänglich in lat. Flexion) von lat. lēctor ‘(Vor)leser’, mlat. ‘Vorleser (von Bibeltexten), Lehrer (an Klosterschulen, später auch Universitäten)’, zu lat. legere (lēctum) ‘lesen’ (s. ↗Lektion, ↗Legion). In neuerer Zeit bezeichnet Lektor auch den ‘wissenschaftlichen Mitarbeiter eines Verlags zur Begutachtung und Bearbeitung der Manuskripte’. Lektorat n. ‘Lehrauftrag, Amt, Tätigkeitsbereich eines Hochschullektors’ (19. Jh.), ‘Abteilung eines Verlags zur Begutachtung und Redaktion der Manuskripte’ (20. Jh.). lektorieren Vb. ‘ein Manuskript, Buch begutachten, redigieren’ (20. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Lektorat · Rechtschreibprüfung
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autor Herstellung Manuskript Marketing Redaktion Verlag Vertrieb aufmerksam betreuen gewissenhaft gründlich nachlässig schlampig sorgfältig streng Übersetzer Übersetzung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lektorat‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was haben die hinterher dann wohl mit dem verantwortlichen Lektorat gemacht?
Der Tagesspiegel, 27.08.2001
Lektorat überspringt dann beim Korrekturlesen die für den Text nicht relevanten Zeichen.
C't, 1991, Nr. 1
Nur dort erschienene Titel kamen für dieses Lektorat in Betracht.
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 327
Immer mehr Fachverlage haben dies erkannt und eigene Lektorate für Elektronisches Publizieren eingerichtet.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 7793
Janentzky, der den Dekan zu spielen scheint, hat ihm gesagt, es würden keine Lektorate neu eingerichtet werden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1945], S. 109
Zitationshilfe
„Lektorat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lektorat>, abgerufen am 20.10.2019.

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