Lebewohl, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lebewohl(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungLe-be-wohl
eWDG, 1969

Bedeutung

Abschiedsgruß
Beispiele:
jmdm. Lebewohl sagen (= sich von jmdm. verabschieden)
wir riefen unseren Freunden ein herzliches Lebewohl zu
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

leben · Leben · Lebenslauf · Lebensmittel · lebendig · lebhaft · Lebemann · Lebewesen · Lebewohl · ableben · erleben · Erlebnis · überleben · verleben · verlebt
leben Vb. ‘lebendig, nicht tot sein, existieren, sich von etw. ernähren, wohnen’, ahd. lebēn ‘leben, wohnen, überleben’ (8. Jh.), mhd. leben, asächs. libbian, mnd. mnl. lēven, nl. leven, aengl. libban, engl. to live, anord. lifa ‘leben’, schwed. leva und got. liban sind verwandt mit ↗bleiben (s. d.) und im Sinne von ‘beharren, dauern’ (wie auch ↗Leib, s. d.) an die dort genannte Wurzel anzuschließen. Leben n. ‘das Existieren, lebhaftes Treiben, Betrieb’, ahd. lebēn ‘Leben, Umgang’ (um 1000), mhd. leben, auch ‘Lebensweise, Stand, Orden’, substantivierter Infinitiv, der für das in alter Zeit gleichbed., unter ↗Leib (s. d.) behandelte Substantiv eintritt. Lebenslauf m. (17. Jh.), Übersetzung von lat. curriculum vītae. Lebensmittel Plur. ‘Nahrungsmittel’ (17. Jh.). lebendig Adj. ‘lebend, lebhaft’, ahd. lebēntīg (9. Jh.), mhd. lebendec, lebendic. lebhaft Adj. ‘frisch, munter’, mhd. lebehaft ‘Leben habend, lebendig’. Lebemann m. ‘seinen Vergnügungen lebender Mann’, Ende 18. Jh. für ↗Bonvivant (s. d.). Lebewesen n. ‘lebender Organismus’ (16. Jh.). Lebewohl n. Substantivierung des imperativischen Abschiedsgrußes lebe wohl! (17. Jh.). ableben Vb. ‘sterben, verscheiden’ (17. Jh.), zuvor ‘erleben, durchleben’ (16. Jh.), vgl. mnd. aflēven ‘erleben’ (14. Jh.). erleben Vb. ‘bis zu einer bestimmten Zeit leben, etw. erfahren, von etw. betroffen werden’ (15. Jh.). Erlebnis n. ‘miterlebtes Geschehnis, Ereignis von nachhaltiger Wirkung’ (1. Hälfte 19. Jh.). überleben Vb. ‘länger leben als, überstehen’, ahd. ubarlebēn (9. Jh.), mhd. überleben. verleben Vb. ‘(eine Zeit) verbringen, (Geld, Geldeswert) für den Lebensunterhalt aufbrauchen’, mhd. verleben ‘(eine Zeit) verbringen, überleben, ableben, verwelken’. verlebt Part.adj. ‘alt geworden, durch ungesunde Lebensführung verbraucht’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abschied · Auseinandergehen · Ausscheiden (aus einer Beschäftigung) · Lebewohl · ↗Trennung · ↗Weggang
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Konkubine herzlich letzt sagen zurufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebewohl‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kein Kanzler hat je in der Kunst ein würdigeres Lebewohl erleben dürfen.
Die Zeit, 30.05.2007, Nr. 17
So räume ich dir denn auch hier das Feld und sage Euch Lebewohl.
Ebner-Eschenbach, Marie von: Agave. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5620
Sie fielen sich in die Arme, küßten sich, sagten sich Lebewohl.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 308
Dass die Männer in "Lebewohl" unter sich bleiben, versteht sich von selbst.
Der Tagesspiegel, 07.12.2000
Ich habe mich von ihnen durch Handschlag verabschiedet, habe Lebewohl gesagt, und dann sind wir auseinandergegangen.
o. A.: Einhundertvierzigster Tag. Dienstag, 28. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9496
Zitationshilfe
„Lebewohl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lebewohl>, abgerufen am 19.10.2019.

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