Lebensfaden, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungLe-bens-fa-den
WortzerlegungLebenFaden
eWDG, 1969

Bedeutung

Faden, den nach der griechischen Sage die Parzen spinnen und der das Leben bedeutet
dichterisch, bildlich
Beispiele:
sein Lebensfaden riss ab (= er starb)
jmdm. den Lebensfaden abschneiden, durchschneiden (= jmdn. töten)

Typische Verbindungen
computergeneriert

abschneiden durchschneiden dünn reißen rot spinnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebensfaden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit ihrem Tod ist auch für ihn ein Lebensfaden gekappt.
Der Tagesspiegel, 02.02.2002
Ohne den wäre ihr bestimmt mehr gerissen, leicht auch ihr Lebensfaden.
Die Welt, 14.01.2005
Schicksal als der vom M. gewebte »Lebensfaden« ist für den Menschen eine längere oder kürzere Spanne gelobter Zeit.
Eliade, M.: Mond. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 12327
Im selben Augenblick schnitt die scharfe Waffe Bimbos seinen Lebensfaden ab.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 37
Im Volksglauben ist die Vorstellung des Lebensfadens ziemlich selten erhalten; die Redensart wurzelt mehr in der gebildeten Schicht als im Volk.
Röhrich, Lutz: Faden. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 21740
Zitationshilfe
„Lebensfaden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lebensfaden>, abgerufen am 18.08.2019.

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