Lebensangst, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungLe-bens-angst
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Angst vor den Anforderungen, der Unsicherheit und den Gefahren des Lebens, Daseinsangst
Beispiele:
Lebensangst haben
die Lebensangst durch ein tätiges Leben überwinden
Die Lebensangst ist sehr viel größer als die Todesangst [KlepperSchatten343]
2.
Angst um die Existenz, Existenzangst
Beispiel:
die Lebensangst der Arbeitslosen, Entrechteten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einsamkeit Lebensgier Verzweiflung begegnen diffus grausam

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebensangst‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach zweieinhalb Jahren dauernder Lebensangst ist damit unendlich viel erreicht.
Die Zeit, 22.03.1985, Nr. 13
Auch das barocke Spiel der Lebensangst vernachlässigt, verschweigt die Tradition.
Benjamin, Walter: Goethes Wahlverwandtschaften. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.) Gesammelte Schriften, Bd. 1,2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1925], S. 144
Sie fühlen sich überfordert, haben Lebensängste, wissen nicht, was sie mit dem Kind anfangen sollen, vereinsamen, verarmen.
Süddeutsche Zeitung, 14.08.2004
Nächst den Hunden erschien als Muster der Väter einfache Sitte, ohne Lebensangst zufrieden.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 2, Berlin: Aufbau-Verl. 1955, S. 36
Das Rechnen war Spielerei, es saß keine richtige Lebensangst mehr in ihm.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 174
Zitationshilfe
„Lebensangst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lebensangst>, abgerufen am 23.08.2019.

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