Lebemann, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungLe-be-mann
WortzerlegunglebenMann
eWDG, 1969

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von Lebedame
Beispiele:
ein reicher, ausschweifender Lebemann
manche sprachen von der Liebe und von Frauen wie abgetakelte Lebemänner [Wasserm.Maurizius295]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

leben · Leben · Lebenslauf · Lebensmittel · lebendig · lebhaft · Lebemann · Lebewesen · Lebewohl · ableben · erleben · Erlebnis · überleben · verleben · verlebt
leben Vb. ‘lebendig, nicht tot sein, existieren, sich von etw. ernähren, wohnen’, ahd. lebēn ‘leben, wohnen, überleben’ (8. Jh.), mhd. leben, asächs. libbian, mnd. mnl. lēven, nl. leven, aengl. libban, engl. to live, anord. lifa ‘leben’, schwed. leva und got. liban sind verwandt mit ↗bleiben (s. d.) und im Sinne von ‘beharren, dauern’ (wie auch ↗Leib, s. d.) an die dort genannte Wurzel anzuschließen. Leben n. ‘das Existieren, lebhaftes Treiben, Betrieb’, ahd. lebēn ‘Leben, Umgang’ (um 1000), mhd. leben, auch ‘Lebensweise, Stand, Orden’, substantivierter Infinitiv, der für das in alter Zeit gleichbed., unter ↗Leib (s. d.) behandelte Substantiv eintritt. Lebenslauf m. (17. Jh.), Übersetzung von lat. curriculum vītae. Lebensmittel Plur. ‘Nahrungsmittel’ (17. Jh.). lebendig Adj. ‘lebend, lebhaft’, ahd. lebēntīg (9. Jh.), mhd. lebendec, lebendic. lebhaft Adj. ‘frisch, munter’, mhd. lebehaft ‘Leben habend, lebendig’. Lebemann m. ‘seinen Vergnügungen lebender Mann’, Ende 18. Jh. für ↗Bonvivant (s. d.). Lebewesen n. ‘lebender Organismus’ (16. Jh.). Lebewohl n. Substantivierung des imperativischen Abschiedsgrußes lebe wohl! (17. Jh.). ableben Vb. ‘sterben, verscheiden’ (17. Jh.), zuvor ‘erleben, durchleben’ (16. Jh.), vgl. mnd. aflēven ‘erleben’ (14. Jh.). erleben Vb. ‘bis zu einer bestimmten Zeit leben, etw. erfahren, von etw. betroffen werden’ (15. Jh.). Erlebnis n. ‘miterlebtes Geschehnis, Ereignis von nachhaltiger Wirkung’ (1. Hälfte 19. Jh.). überleben Vb. ‘länger leben als, überstehen’, ahd. ubarlebēn (9. Jh.), mhd. überleben. verleben Vb. ‘(eine Zeit) verbringen, (Geld, Geldeswert) für den Lebensunterhalt aufbrauchen’, mhd. verleben ‘(eine Zeit) verbringen, überleben, ableben, verwelken’. verlebt Part.adj. ‘alt geworden, durch ungesunde Lebensführung verbraucht’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gesellschaftslöwe · Lebemann · ↗Partylöwe · ↗Playboy  ●  ↗Bonvivant  geh., veraltend · ↗Salonlöwe  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenteurer Dichter Frauenheld Genußmensch Hochstapler Image Liebhaber Offizier Philosoph Playboy Ruf Schriftsteller Trinker Verführer adlig alternd charmant einstig elegant erfahren exzentrisch flott heiraten inszenieren jovial keusch legendär reich schillernd verkörpern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lebemann‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selbst das gute Ende wahrte noch die Würde des Lebemannes.
Der Tagesspiegel, 20.03.1998
Er hielt ihn für einen Lebemann, der als Revolutionär nicht ernst zu nehmen war.
Die Zeit, 28.03.1997, Nr. 14
So plapperte hier und da ein Mädchen über diesen Lebemann aus der Schule.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 220
Für die Erregtheit dieser ältlichen Person hatten sie, ältliche Lebemänner, gar nichts übrig.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 73
Der Kegler, nach der Unterhaltung auf seiner Bahn nur oberflächlich beobachtet, ist gewöhnlich ein Lebemann und Don Juan.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 10052
Zitationshilfe
„Lebemann“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lebemann>, abgerufen am 16.10.2019.

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