Lasterhöhle, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungLas-ter-höh-le
WortzerlegungLaster1Höhle
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend Ort, an dem sich ausschweifende Menschen zusammenfinden und ihrem Laster frönen
Beispiel:
Es war mir ... klargeworden, daß ich diese Lasterhöhle vollständig ausgeraubt oder überhaupt nicht mehr lebend verlassen hätte [G. Hauptm.3,482]

Thesaurus

Synonymgruppe
Liebesnest  ●  Lasterhöhle  abwertend
Assoziationen
Synonymgruppe
Brutstätte des Lasters · Lasterhöhle · ↗Sündenpfuhl
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So sah ich rechts und links nur schmutzige Spelunken und Lasterhöhlen.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 118
Flugs wurden die „Lasterhöhlen“ verstaatlicht, mit der Absicht, sie 1965 zu schließen.
Die Zeit, 13.11.1964, Nr. 46
Weil die Beweise fehlen, macht sich der aufrechte Jurist selbst auf den Weg in die Lasterhöhle, unterstützt von Photographen, die das Geschehen dokumentieren sollen.
Süddeutsche Zeitung, 24.05.1994
Lin ließ in den Lasterhöhlen über 42000 Opiumpfeifen beschlagnahmen und drohte allen Händlern mit der Todesstrafe.
Der Spiegel, 19.06.1989
Im zweiten Akt wird er aufgesogen in die nächst tiefere Schicht, eine Lasterhöhle in Paris, ästhetisch orientiert an den Bildern von Otto Dix.
Der Tagesspiegel, 27.06.2002
Zitationshilfe
„Lasterhöhle“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Lasterhöhle>, abgerufen am 18.10.2019.

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