Larve, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Larve · Nominativ Plural: Larven
Aussprache
WorttrennungLar-ve
Wortbildung mit ›Larve‹ als Erstglied: ↗Larvenfraß · ↗larvenähnlich  ·  mit ›Larve‹ als Letztglied: ↗Ameisenlarve · ↗Bienenlarve · ↗Dassellarve · ↗Fliegenlarve · ↗Froschlarve · ↗Insektenlarve · ↗Käferlarve · ↗Mückenlarve
eWDG, 1969

Bedeutung

Jugendform in der Entwicklung derjenigen Tiere, die keine direkte Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Tier durchlaufen, sondern bei denen ein Wandel erfolgt
Beispiele:
aus dem Ei schlüpft die Larve
die Larve eines Schmetterlings
die Larve verpuppt sich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Larve · entlarven
Larve f. ‘Gesichtsmaske, metamorphosierendes Insekt im Jugendstadium’, spätmhd. larve, larfe ‘(Schreck)gespenst, Maske’ (14. Jh.) ist Entlehnung aus lat. lārva ‘böser Geist, Gespenst, Gerippe, Maske’; vorauf geht alat. lārua (aus *lāsou̯ā), das dehnstufig zu lat. Larēs, alat. Lasēs ‘Schutzgeister im Hause, an Kreuzwegen’ steht und eigentlich ‘die Gestalt eines Laren habend’ bedeutet. Der Brauch, Dämonen durch maskierte Personen auftreten zu lassen, führt zur Bedeutung ‘Maske’. Die Verwendung als zoologischer Terminus (seit dem 18. Jh.) beruht offenbar auf der Vorstellung von der Larve als einer äußeren Gestalt, hinter der sich das eigentliche Wesen verbirgt. Larve wird vor allem als Bezeichnung für die vor der Fastenzeit zum Mummenschanz benutzten Gesichtsmasken geläufig, verdrängt einheimische Ausdrücke wie Butze, Butzengesicht, wird jedoch durch ↗Maske (s. d.) in seinem Anwendungsbereich beschränkt. entlarven Vb. ‘die Maske wegnehmen, das wahre Wesen eines Menschen, einer Sache enthüllen’; seit dem 17. Jh. bezeugt und vorwiegend übertragen verwendet.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Engerling · Larve · ↗Made · ↗Raupe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blattwespe Eintagsfliege Florfliege Insekt Käfer Köcherfliege Lemur Maikäfer Marienkäfer Miniermotte Mücke Nagekäfer Puppe Raupe Saugwurm Schmetterling Stechmücke Wurm ausschlüpfen ausschlüpfend freischwimmend fressen gefräßig geschlüpft heranwachsend schlüpfen schlüpfend verpuppen vertilgen überwintern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Larve‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Larven graben Minen in die Blätter, daher der Name.
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2004
Die geschlüpften Larven machen sich sofort über die grünen Blätter her.
Bild, 09.08.2002
Ihre Larven ernähren sich ausschließlich vom Holz frisch verbrannter Bäume.
Der Tagesspiegel, 26.01.2001
Dort schlüpft aus dem Ei eine bewimperte Larve, die innerhalb weniger Tage einen Wirt finden muß.
Die Zeit, 04.03.1994, Nr. 10
Zwar beginnt die Larve auch in diesem Fall zu fressen.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 32
Zitationshilfe
„Larve“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Larve#1>, abgerufen am 26.06.2019.

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Larve, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Larve · Nominativ Plural: Larven
Aussprache
WorttrennungLar-ve
Wortbildung mit ›Larve‹ als Erstglied: ↗Lärvchen  ·  mit ›Larve‹ als Letztglied: ↗Fastnachtslarve  ·  mit ›Larve‹ als Grundform: ↗entlarven
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Gesichtsmaske
a)
Nachbildung eines Gesichts oder Kopfes aus Pappmaché
Beispiele:
eine Larve aufsetzen, umbinden
das Gesicht mit einer Larve bedecken, hinter einer Larve verstecken
der Weihnachtsmann trägt eine Larve
bildlich
Beispiel:
jmdm. die Larve vom Gesicht reißen (= jmdn. entlarven)
b)
Nachbildung der oberen Gesichtshälfte mit Ausschnitten zum Sehen
Beispiel:
eine weiße, schwarze Larve
2.
abwertend (nichtssagendes) Gesicht
Beispiele:
jmd. zeigt die Larve des Heuchlers
all die geschminkten Larven der Damen und Herren, die da promenierten [CramerKonzessionen170]
übertragen
Beispiel:
Wie haben Sie es fertig gebracht ... inmitten dieser Larven, unter diesen platten, toten Herkömmlichkeiten Sie selbst zu bleiben [FrançoisLetzte Reckenburgerin159]
3.
scherzhaft ein hübsches Lärvchen, eine hübsche Larveein hübsches Gesicht
Beispiele:
sie hat ein hübsches Lärvchen
ein rundes, glattes Lärvchen
bildlich
Beispiel:
alle haben sich um das niedliche Lärvchen (= junge Mädchen) gerissen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Larve · entlarven
Larve f. ‘Gesichtsmaske, metamorphosierendes Insekt im Jugendstadium’, spätmhd. larve, larfe ‘(Schreck)gespenst, Maske’ (14. Jh.) ist Entlehnung aus lat. lārva ‘böser Geist, Gespenst, Gerippe, Maske’; vorauf geht alat. lārua (aus *lāsou̯ā), das dehnstufig zu lat. Larēs, alat. Lasēs ‘Schutzgeister im Hause, an Kreuzwegen’ steht und eigentlich ‘die Gestalt eines Laren habend’ bedeutet. Der Brauch, Dämonen durch maskierte Personen auftreten zu lassen, führt zur Bedeutung ‘Maske’. Die Verwendung als zoologischer Terminus (seit dem 18. Jh.) beruht offenbar auf der Vorstellung von der Larve als einer äußeren Gestalt, hinter der sich das eigentliche Wesen verbirgt. Larve wird vor allem als Bezeichnung für die vor der Fastenzeit zum Mummenschanz benutzten Gesichtsmasken geläufig, verdrängt einheimische Ausdrücke wie Butze, Butzengesicht, wird jedoch durch ↗Maske (s. d.) in seinem Anwendungsbereich beschränkt. entlarven Vb. ‘die Maske wegnehmen, das wahre Wesen eines Menschen, einer Sache enthüllen’; seit dem 17. Jh. bezeugt und vorwiegend übertragen verwendet.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blattwespe Eintagsfliege Florfliege Insekt Käfer Köcherfliege Lemur Maikäfer Marienkäfer Miniermotte Mücke Nagekäfer Puppe Raupe Saugwurm Schmetterling Stechmücke Wurm ausschlüpfen ausschlüpfend freischwimmend fressen gefräßig geschlüpft heranwachsend schlüpfen schlüpfend verpuppen vertilgen überwintern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Larve‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Larven graben Minen in die Blätter, daher der Name.
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2004
Dort schlüpft aus dem Ei eine bewimperte Larve, die innerhalb weniger Tage einen Wirt finden muß.
Die Zeit, 04.03.1994, Nr. 10
Und schließlich verkehrte man, in aufgeklärter Weise, auch mit den Gespenstern dieser kleinen Welt, den Larven.
Rilke, Rainer Maria: Worpswede. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 1998 [1902], S. 9836
Die mißgeformten Larven, die sie herumliegen sah, gaben der Kundigen Auskunft genug.
Carossa, Hans: Eine Kindheit, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1992 [1922], S. 74
Unter der Larve der Demut sei er eigensinnig, verstockt, selbstwillig, hochmütig, rebellisch.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 784
Zitationshilfe
„Larve“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Larve#2>, abgerufen am 26.06.2019.

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