Landfrieden, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Landfriede · Substantiv (Maskulinum)
WorttrennungLand-frie-den ● Land-frie-de
WortzerlegungLandFrieden
Wortbildung mit ›Landfrieden‹ als Erstglied: ↗Landfriedensbruch
eWDG, 1969

Bedeutung

historisch vom Landesherren erlassenes Verbot der Fehde
Beispiel:
Straßen, auf denen Landfrieden geboten war

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruch Sicherung allgemein brechen ewig gebrechen gefährden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Landfrieden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Deutschen Reich gelang das 1495, also fünfhundert Jahre später, im so genannten Ewigen Landfrieden.
Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52
Zur Durchsetzung des Ewigen Landfriedens hätte es institutionelle Organe gebraucht.
Süddeutsche Zeitung, 04.11.1995
Weiter untergruben sie die Autorität des Reiches durch Bruch des Landfriedens.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 6884
Aber der spätmittelalterliche oder frühneuzeitliche Fürst hatte hinreichend militärische Macht, seinen Landfrieden durchzusetzen.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 468
Von den katholischen Fünf-Orten im Herzen der Schweiz war der Landfrieden gebrochen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 686
Zitationshilfe
„Landfrieden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Landfrieden>, abgerufen am 14.11.2019.

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