Kunstbetrieb, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKunst-be-trieb
eWDG, 1969

Bedeutung

abwertend geschäftsmäßiger Betrieb um die Kunst
Beispiel:
sieht er sich inmitten eines Kunstbetriebs und Getriebes, die alle Kunst in Ware verwandelt haben [Sinn u. Form1953]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akteur Außenseiter Gepflogenheit Konvention Liebling Mechanismus Mode Satire Star akademisch bürgerlich dortig elitär etabliert geprägt globalisiert hektisch herkömmlich herrschend heutig hiesig institutionalisiert international kapitalistisch kommerziell modern offiziell vernetzt westlich zeitgenössisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kunstbetrieb‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Möchte er angesichts solcher Momente nicht doch dem Kunstbetrieb angehören?
Die Zeit, 23.06.2008, Nr. 25
Im Kunstbetrieb geben derweil weiterhin westliche Codes den Ton an.
Die Welt, 19.04.2000
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sich im Kunstbetrieb zu behaupten.
Süddeutsche Zeitung, 06.09.1994
Entsprechend der politischen Großwetterlage bedrohte seit Ende der vierziger Jahre stalinistische Ideologie den Kunstbetrieb.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 71
Zu seiner Zeit war seine Malerei in der deutschen Kunstgeschichte ein Sonderfall, abseits des Kunstbetriebs.
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 178
Zitationshilfe
„Kunstbetrieb“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kunstbetrieb>, abgerufen am 17.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Kunstbetrachtung
Kunstbestrebungen
Kunstbesitz
kunstbesessen
Kunstbein
Kunstbibliothek
Kunstblatt
Kunstblume
Kunstblut
Kunstborste