Kunstbarbar, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kunstbarbaren · Nominativ Plural: Kunstbarbaren
WorttrennungKunst-bar-bar
WortzerlegungKunstBarbar
eWDG, 1969 und DWDS, 2016

Bedeutung

abwertend Person, die kein Verständnis für Kunst hatQuelle: DWDS, 2016
siehe auch Kunstbanause
Beispiele:
Was er [der Kunstsammler Gurlitt] in Frankreich sucht, findet und behält – kunsthändlerisch legal oder im Dienst der nationalsozialistischen Raubzüge – trägt ohne Ausnahme das Gütesiegel des längst Anerkannten, Bewährten, Gefälligen und verrät einen deutschnational grundierten Kunstgeschmack, dem das faschistische Banausentum vielleicht ein wenig unangenehm, aber nicht ganz fremd gewesen sein kann. Nicht wenige der französischen Bilder in der Kollektion hätten auch einen auftrumpfenden Kunstbarbaren wie Hermann Göring zum Schnalzen gebracht. [Die Welt, 01.12.2014]
Man hat uns »Kunstbarbaren« gescholten; […] wir haben nicht einen Kunstgegenstand aus den besetzten Gebieten fortgeholt, wohl aber überall für ihren Schutz gewirkt. [Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 03.03.1915]
die faschistischen Kunstbarbaren diffamierten beide Künstler als »entartet« [Bild. Kunst1957]Quelle: WDG, 1969

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Zitationshilfe
„Kunstbarbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kunstbarbar>, abgerufen am 14.10.2019.

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