Kultbuch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Kultbuch(e)s · Nominativ Plural: Kultbücher
WorttrennungKult-buch
WortzerlegungKultBuch
DWDS-Vollartikel, 2015

Bedeutung

Buch, das die Befindlichkeit einer Generation oder eines Teils der Gesellschaft trifft und deshalb innerhalb dieser Gruppe (später oft auch darüber hinaus) besondere Verehrung genießt
Beispiele:
Der 1957 erschienene, autobiografische Roman »On the Road« des amerikanischen Schriftstellers Jack Kerouac avancierte zum Kultbuch der Beat-Generation, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Lebensgefühl eines ruhelosen, Amerika neu entdeckenden Tramps wiederfand. [Neue Zürcher Zeitung, 03.06.2010]
In der DDR jedenfalls war 1973 ein Kultbuch geboren [»Die neuen Leiden des jungen W.«], das[…] das Lebensgefühl der ostdeutschen Jugend auf den Punkt brachte. [Süddeutsche Zeitung, 26.10.2004]
Nachdem 1978 sein Kultbuch »Traumzeit« erschienen war, hatte Duerr immer wieder für Kontroversen und produktive Unruhe gesorgt. [Der Spiegel, 16.02.1998, Nr. 8]
Werke, die man hernach als »Kultbücher« wahrnimmt, wie Goethes »Werther« eines war, Hesses »Steppenwolf«, Lawrence’ »Lady Chatterley«, Orwells »Animal Farm«, Castanedas »Don Juan«[…]. [Die Zeit, 17.10.1997, Nr. 43]
Mit Rudi Dutschkes »Rebellion der Studenten« und mit der »Antiautoritären Erziehung« des britischen Pädagogen A. S. Neill (über eine Million Exemplare) produzierte Rowohlt Kultbücher der Apo-Jahre. [Der Spiegel, 18.04.1983]
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: ein Kultbuch schreiben
als Genitivattribut: der Autor, die Verfilmung eines Kultbuchs
Zitationshilfe
„Kultbuch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kultbuch>, abgerufen am 25.06.2019.

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