Kranich, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kranich(e)s · Nominativ Plural: Kraniche
Aussprache
WorttrennungKra-nich
Wortbildung mit ›Kranich‹ als Letztglied: ↗Jungfernkranich · ↗Kronenkranich · ↗Paradieskranich · ↗Pfauenkranich
eWDG, 1969

Bedeutung

großer, hochbeiniger Stelzvogel mit langem, walzenförmigem Leib, langem Hals und spitzem, geradem Schnabel
Beispiele:
Kraniche zogen am Himmel
Die Kraniche des Ibykus [SchillerKranicheTitel]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kranich m. Der Name des großen, grauen Sumpfvogels ahd. kranuh (8. Jh.), mhd. kranech(e), kranch(e), mnd. krānk, aengl. cranoc, (mit r-Metathese) cornuc (westgerm. *kranuka-) ist mit Nasalformans und dem im Germ. verbreiteten k-Suffix in Bezeichnungen für Tiere wohl zu einer Schallwurzel ie. *ger- ‘heiser schreien’ gebildet. Daneben stehen ohne k-Suffix ahd. krano (9. Jh.), spätmhd. (md.) krane (s. dazu auch ↗Krammetsvogel), asächs. krano, mnd. krān(e), mnl. crāne, nl. kraan, kraanvogel, aengl. cran, engl. crane (westgerm. *krana-), wozu sich außergerm. griech. géranos (γέρανος), gérēn (γέρην) ‘Kranich’ und lit. garnỹs ‘Reiher, Storch’ vergleichen, ferner mit u-Formans lat. grūs m. f., lit. gérvė f., aruss. žeravlь, russ. žurávl’ (журавль) ‘Kranich’. Der Name (ursprünglich wohl ein Nomen agentis) kann daher als ‘heiserer Schreier, Krächzer’ verstanden werden.

Thesaurus

Luftfahrt
Synonymgruppe
Lufthansa  ●  Kranich  ugs. · Kranich-Airline  ugs. · Kranich-Konzern  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Lufthansa-Mitarbeiter · Lufthanseat
Zoologie
Synonymgruppe
Eurasischer Kranich · Grauer Kranich · Kranich
Assoziationen
  • Eurasien · Europa und Asien  ●  Alte Welt  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Biber Bussard Eisvogel Fischadler Fischotter Fischreiher Gans Graugans Großtrappe Kiebitz Kormoran Leitwerk Pelikan Rastplatz Reiher Schreiadler Schwan Schwarzstorch Seeadler Storch Trappe Trompeten Wachtelkönig Weißstorch Wildgans brüten brütend rastend ziehend überwintern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kranich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schließlich schwebt sie davon, mit ausgebreiteten Armen, wie ein Kranich.
Die Welt, 20.10.2001
Unter den Augen von dreißigtausend Kranichen wird es schon gelingen.
Der Tagesspiegel, 20.09.1997
Die Bauern säen, die Rinder weiden, die Kraniche ziehen weiter.
Die Zeit, 16.05.1986, Nr. 21
Die Mädchen starten zur Flucht, heben ab wie Gänse oder der Kranich ihrer Gesellschaft.
Delius, Friedrich Christian: Ein Held der inneren Sicherheit, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1981, S. 188
In den umgebenden Rohrwäldern am Westteil des Sees brütet der Kranich.
Erwin Hemke, Neustrelitzer Seengebiet Wesenberg-Mirow-Fürstenberg: Berlin-Leipzig: VEB Tourist-Verlag 1979, S. 51
Zitationshilfe
„Kranich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kranich>, abgerufen am 22.09.2019.

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