Krammetsvogel

WorttrennungKram-mets-vo-gel
WortzerlegungKrammetVogel
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich Wacholderdrossel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krammetsvogel m. ‘Wacholderdrossel’, mhd. kranwitvogel, frühnhd. krambitvogel (15. Jh.), nhd. Krammet-, Krammatsvogel (16. Jh.). Zu mhd. kranewit- ‘Wacholder’ (in kranewitboum, -stūde, -ber). Aus ahd. krano ‘Kranich’ (9. Jh.) und ahd. witu ‘Holz’ (s. ↗Wiedehopf). Wacholderbeeren gehören zur Nahrung von Krammetsvögeln (Drosseln), nicht aber von Kranichen. Der Name Kranewit ‘Kranichholz’ für Wacholder könnte darauf beruhen, daß Wacholdersträucher und Kraniche oft im gleichen Lebensraum anzutreffen sind (vgl. Marzell 2, 1082).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da wandte sich Bracke nun mit den Krammetsvögeln und dem Zettel nach Hause.
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
In den wenigen Gasthäusern wird der Krammetsvogel mit Kresse serviert.
Die Zeit, 04.04.1969, Nr. 14
In der antiken Vorstellung vom Goldenen Zeitalter ist im selben Zusammenhang von gebratenen Krammetsvögeln die Rede.
Röhrich, Lutz: Taube. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 21249
Zitationshilfe
„Krammetsvogel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Krammetsvogel>, abgerufen am 20.10.2019.

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