Kopie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kopie · Nominativ Plural: Kopien
Aussprache
WorttrennungKo-pie (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Kopie‹ als Letztglied: ↗Aktenkopie · ↗Arbeitskopie · ↗Blindkopie · ↗Briefkopie · ↗Filmkopie · ↗Fotokopie · ↗Privatkopie · ↗Raubkopie · ↗Schwarzkopie · ↗Sicherungskopie · ↗Xerokopie · ↗Zeugniskopie
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
genaue Nachbildung eines Kunstwerks
Beispiele:
die Kopie eines Gemäldes, einer Statue
eine antike, geschickte, wertlose, schlechte Kopie
von einem Bild eine Kopie anfertigen
das Original mit der Kopie vergleichen
Es war natürlich eine Fälschung, eine Kopie [BrodFrau358]
übertragen Nachahmung, Abbild
Beispiele:
die Kopie eines anderen Menschen liefern
sein Leben war die misslungene Kopie eines Künstlerlebens
2.
Zweitschrift, Durchschrift oder Photokopie eines Schriftstücks, die genau mit dem Original übereinstimmen muss
Beispiele:
die Kopie eines Briefes, seiner Berechnungen
die Kopie eines Schreibens anfertigen, aufbewahren, abheften
er besaß von seinem Zeugnis mehrere beglaubigte Kopien
3.
Fotografie, Film Bild, das von einem Negativ durch Belichten hergestellt wurde, Abzug
Beispiele:
von diesem Negativ werden fünf Kopien benötigt
die Kopie des Spielfilms traf verspätet im Kino ein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kopie · kopieren
Kopie f. ‘Abschrift, Nachbildung’ (eines Kunstwerks), in der 2. Hälfte des 14. Jhs. aus mlat. copia ‘Abschrift’, lat. cōpia ‘Vorrat, Menge, Fülle’ entlehnt. Sowohl mlat. copia als auch frühnhd. copie, copy (vom 14. bis 18. Jh. auch diphthongiert copei; Schreibung mit k erst im 19. Jh.) gehören ursprünglich der Kanzleisprache an (den Vorrat vermehrende ‘Vervielfältigung, Abschrift eines Schriftstücks’). In der 2. Hälfte des 17. Jhs. wird Kopie auch auf Nachbildungen von Kunstgegenständen übertragen und allgemein als Gegensatz von Original gebraucht. kopieren Vb. ‘abschreiben, nachbilden, nachahmen’ (14. Jh.), von gleichbed. mlat. copiare.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fotokopie · Kopie · ↗Xerokopie
Assoziationen
Synonymgruppe
Exemplar · Kopie · Vervielfältigungsstück
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Kopie · ↗Nachbau · ↗Nachbildung · ↗Replik · ↗Replikation · ↗Reproduktion  ●  ↗Ektypus  geh., griechisch · Gleichstück  geh. · ↗Replika  fachspr. · ↗Replikat  fachspr.
Unterbegriffe
  • billiger Abklatsch · müder Abklatsch · schlechte Kopie
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Abschrift · ↗Ausfertigung · ↗Doppel · ↗Duplikat · ↗Durchschlag · ↗Durchschrift · Kopie
Synonymgruppe
Abklatsch · ↗Attrappe · ↗Falsifikat · ↗Fälschung · ↗Imitat · ↗Imitation · ↗Klischee · Kopie · ↗Nachahmung · ↗Nachbildung · ↗Plagiat · ↗Schablone · ↗Simulation · Simulierung · Vorspiegelung falscher Tatsachen · Vortäuschung falscher Tatsachen · potemkinsches Dorf  ●  ↗Fake  ugs., engl. · ↗Mimikry  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Fälschung · ↗Imitat · Kopie · ↗Nachahmung · ↗Nachbau · ↗Nachbildung · ↗Plagiat
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschrift Anfertigung Dokument Einzahlungsbeleg Fälschung Gemälde Gen Kopie Original Personalausweis Schreiben Unterlage anfertigen angefertigt beglaubigt beifügen billig bloß digital exakt fertigen genetisch getreu identisch illegal originalgetreu perfekt römisch verkleinert zuschicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kopie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb war es sogar schwierig, für Bonn eine zweite Kopie anzufertigen.
Die Welt, 16.06.2005
Bei jedem siebten installierten Spiel handelt es sich laut VUD um eine illegale Kopie.
Der Tagesspiegel, 30.08.2002
Die Statue wird für ein Original, von manchen Forschern jedoch für eine Kopie gehalten.
o. A.: Lexikon der Kunst - A. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 27971
Nein, diesen Brief haben wir nicht, wir haben auch keine Kopie.
o. A.: Einhundertsiebenundfünfzigster Tag. Dienstag, 18. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 5592
Leider habe ich auch von diesen Reden bis heute noch keine Kopien erhalten.
o. A.: Achtzehnter Tag. Mittwoch, 12. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 27331
Zitationshilfe
„Kopie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kopie>, abgerufen am 17.09.2019.

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