Konventionalismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungKon-ven-ti-ona-lis-mus · Kon-ven-tio-na-lis-mus (computergeneriert)
Wortzerlegungkonventional-ismus
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Philosophie im 19. Jahrhundert begründete wissenschaftstheoretische Auffassung, nach der so genannte Naturgesetze eigentlich nur Konventionen, also Übereinkünfte der Wissenschaftler sind
2.
selten, Sprachwissenschaft Auffassung, die den arbiträren Charakter des sprachlichen Zeichens vertritt

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch ist es ihm nicht immer gelungen, sich aus dem Konventionalismus des damaligen Theaters zu befreien.
Paduano, Luigi: Orlando. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 45491
Die Frage nach Wolfgang Rihms Konventionalismus gerinnt zu bloßer Mäkelei angesichts dieses sprachmächtigen, bewegenden Werkes.
Die Welt, 31.10.2000
Alles andere, etwa die erfahrungsgesättigte Redeweise bei Diderot und Voltaire, fröne dem Konventionalismus.
Die Zeit, 21.01.1991, Nr. 03
Vielmehr definieren sie Züge wie ein Denken nach den Dimensionen Macht - Ohnmacht, Starrheit und Reaktionsunfähigkeit, Konventionalismus, Konformismus, mangelnde Selbstbesinnung, schließlich überhaupt mangelnde Fähigkeit zur Erfahrung.
Adorno, Theodor W.: Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit. In: Kadelbach, Gerd (Hg.) Erziehung zur Mündigkeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1973 [1959], S. 14
Zitationshilfe
„Konventionalismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Konventionalismus>, abgerufen am 24.04.2019.

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