Kontext, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kontextes · Nominativ Plural: Kontexte
Aussprache
WorttrennungKon-text (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Kontext‹ als Erstglied: ↗Kontextabhängigkeit · ↗Kontextvariable · ↗kontextabhängig · ↗kontextbezogen · ↗kontextfrei · ↗kontextgebunden · ↗kontextual · ↗kontextuell · ↗kontextunabhängig
 ·  mit ›Kontext‹ als Letztglied: ↗Entstehungskontext · ↗Gesamtkontext · ↗Handlungskontext · ↗Lebenskontext
eWDG, 1969

Bedeutung

Sprachwissenschaft Umgebung einer sprachlichen Einheit
Beispiele:
die Bedeutung eines Wortes aus dem Kontext erschließen
sie [die Termini] sollen alleinstehend für das Verständnis so viel leisten, wie die in einen Kontext eingebetteten Wörter der Gemeinsprache [Muttersprache1961]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Text · Texter · texten · Kontext
Text m. ‘Wortlaut, Folge untereinander in Zusammenhang stehender Sätze, Buch-, Bibelstelle, Begleitworte zu Gesangsstücken’, mhd. text, entlehnt aus lat. textus ‘Aufeinanderfolge, Zusammenhang (der Rede), fortlaufende Darstellung’, eigentlich ‘Gewebe, Geflecht’, einer Bildung zu lat. texere (textum) ‘weben, flechten, zusammenfügend verfertigen, bauen, errichten’. Dazu in neuerer Zeit (Mitte 20. Jh.) die Ableitungen Texter m. ‘Verfasser von Werbe- oder Schlagertexten’ und texten Vb. ‘Texte für die Werbung oder die leichtere Unterhaltungskunst verfassen’. Kontext m. ‘Umfeld eines Wortes, Redeverbindung, Gedankenzusammenhang’, Context (16. Jh.), gelehrte Entlehnung von lat. contextus ‘Zusammenhang, -fügung (der Rede)’; zu lat. textus, s. oben und s. ↗kon-. Vgl. engl. context (15. Jh.), frz. contexte (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kohärenz · Kontext · ↗Rahmen · ↗Umfeld · ↗Zusammengehörigkeit · ↗Zusammenhalt · ↗Zusammenhang
Assoziationen
Synonymgruppe
Fall · ↗Gegebenheit · ↗Konstellation · Kontext · ↗Lage · ↗Sachverhalt · ↗Situation · Stand der Dinge · ↗Status · ↗Umstand · ↗Zustand
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bezugsrahmen · Kontext · Nebenumstände · ↗Orientierungsrahmen
Synonymgruppe
(politische) Landschaft · Kontext · ↗Umfeld · Voraussetzungen  ●  Rahmenbedingungen  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einbettung Einordnung Entstehung biographisch einbetten einbinden einordnen europäisch gegeben geistesgeschichtlich gesamteuropäisch geschichtlich gesellschaftlich global herauslösen historisch jeweilig kulturell kulturhistorisch kunsthistorisch lebensweltlich museal normativ räumlich sozial urban verändert zeitgenössisch zeitgeschichtlich zeitlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kontext‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dennoch muss aber auch er die jüngsten Ereignisse in diesem Kontext betrachten.
Die Zeit, 15.04.2004, Nr. 17
Im Interesse des Gemeinwohls sollte der Student seine technischen Fertigkeiten in den gesellschaftlichen Kontext einordnen können.
Der Tagesspiegel, 25.06.2003
Der Kontext seiner Entscheidungen ist sozusagen "alles", seine ganze Welt.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 275
Es komme jedoch auf den realen Kontext und auf die damit verbundenen sozialen Fragen an.
Nr. 174: Gespräch Kohl mit Gorbatschow vom 10. Februar 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 27968
Für jede Handlung läßt sich ein Kontext denken, in dem sie als regelverletzend wahrgenommen und entsprechend behandelt wird.
Keupp, Heiner: Normalität und psychische Störungen. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 17781
Zitationshilfe
„Kontext“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kontext>, abgerufen am 24.10.2019.

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