Konstante, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konstante/Konstanten · Nominativ Plural: Konstanten
Aussprache
WorttrennungKon-stan-te · Kons-tan-te
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konstante‹ als Letztglied: ↗Materialkonstante · ↗Solarkonstante · ↗Stoffkonstante · ↗Zeitkonstante
eWDG, 1969

Bedeutung

Mathematik, Physik unveränderliche, konstante Größe
Beispiel:
daß andererseits die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes im Vakuum gleich einer Konstanten c zu setzen sei [EinsteinRelativitätstheorie25]
übertragen etw., das gleich, beständig bleibt
Beispiele:
die Konstanten (= festen Merkmale) der Barockkunst
[die Rivalität zwischen Österreich und Frankreich] schien eine politische Konstante, mit welcher für alle Ewigkeit zu rechnen sei [Th. Mann11,86]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konstant · Konstante · Konstanz
konstant Adj. ‘fest, beständig, beharrlich, gleichbleibend’ wird zu Beginn des 18. Jhs. aus gleichbed. lat. cōnstāns (Genitiv cōnstantis) entlehnt, Part.adj. zu lat. cōnstāre ‘feststehen’ (vgl. lat. stāre ‘stehen’). Dazu die Substantivierung Konstante f. ‘unveränderliche, feststehende Größe, fester Wert’ (19. Jh.), besonders in der Mathematik, aber auch allgemein, vgl. frz. constante; zuvor (18. Jh.) dafür lat. flektiertes Constans, also direkte Übernahme des lat. Part.adj. in substantivierter Form. Konstanz f. ‘Unveränderlichkeit, Beharrlichkeit, Beständigkeit’, entlehnt (19. Jh.) aus gleichbed. lat. cōnstantia.

Thesaurus

Chemie, Elektrizität, Mathematik, Physik
Synonymgruppe
Festwert · Konstante
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Außenpolitik Eselei Gleichung Konstante Lichtgeschwindigkeit Menschheitsgeschichte Schaffen Type Unberechenbarkeit Variable anthropologisch bestimmend biologisch definiert einzig enzensbergersch kosmologisch multiplizieren physikalisch plancksch prägend thematisch typisiert unabänderlich universell unverrückbar unveränderlich verläßlich vordefiniert zeitlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konstante‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Konstante zeigt sich sehr deutlich in der zweiten Resolution, die am Montag vorgelegt wurde.
Der Tagesspiegel, 27.02.2003
Eine Vase wird bewegt, der Tisch ist die feste Konstante.
Süddeutsche Zeitung, 23.12.2000
Was in alle zählenden und messenden Wissenschaften von der Wirklichkeit gleichsam hereinragt, sind die nie relativen, sondern immer absoluten "Konstanten".
Klages, Ludwig: Der Geist als Widersacher der Seele, 3. Band, Teil 1: Die Lehre von der Wirklichkeit der Bilder, Leipzig: Barth 1932, S. 6221
In diesem Sinne verstanden ist der Manierismus eine Konstante der europäischen Literatur.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 268
Von ihm aus würden auch erst die Konstanten als notwendige Erscheinungen verständlich werden.
Goldstein, Kurt: Der Aufbau des Organismus, Den Haag: Nijhoff 1934, S. 233
Zitationshilfe
„Konstante“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Konstante>, abgerufen am 17.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Konstantan
konstant
Konstabler
konspirieren
Konspirator
Konstanz
konstatierbar
konstatieren
Konstatierung
Konstellation