Konserve, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konserve · Nominativ Plural: Konserven
Aussprache
WorttrennungKon-ser-ve (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konserve‹ als Erstglied: ↗Konservenbüchse · ↗Konservendose · ↗Konservenfabrik · ↗Konservenglas · ↗Konservenöffner
 ·  mit ›Konserve‹ als Letztglied: ↗Blutkonserve · ↗Fischkonserve · ↗Fleischkonserve · ↗Gemüsekonserve · ↗Obstkonserve · ↗Schallkonserve · ↗Tonkonserve
eWDG, 1969

Bedeutung

in einer luftdicht verschlossenen Büchse oder in einem Glas aufbewahrtes Nahrungsmittel oder Genussmittel, das durch Sterilisierung für längere Zeit haltbar gemacht worden ist
Beispiele:
einen großen Vorrat an Konserven stapeln
die Forschungsreisenden ernährten sich von Konserven, hatten sich mit hochwertigen Konserven eingedeckt
umgangssprachlich eine Konserve aufmachen
Schmalzersatz hieß eine wohlschmeckende Konserve aus dem Fett und Fleisch von Schweinebäuchen [A. ZweigErziehung103]
Medizin Gefäß, in dem haltbar gemachtes Blut aufbewahrt wird, Blutkonserve
Beispiel:
Blut aus der Konserve
übertragen etwas auf Film- oder Tonträger Aufgezeichnetes
Beispiele:
Musik aus der Konserve (= Musik von einem Tonträger)
der Trainer [stützt sich] dabei auf den Film, den er als Sehhilfe und Konserve des sportlichen Bewegungsablaufes benutzt [Wissenschaft und Fortschritt1956]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konservieren · Konservator · Konserve
konservieren Vb. ‘erhalten, bewahren, vor Verderbnis schützen, haltbar machen’ wird im 16. Jh. aus lat. cōnservāre ‘bewahren, unversehrt erhalten’ entlehnt (vgl. gleichbed. lat. servāre). Konservator m. ‘mit der Pflege und Instandhaltung von Kunstwerken, Museumsstücken, Bau- und Kulturdenkmälern Beauftragter’ (19. Jh.), vorher ‘(Stiftungs)verwalter’ (15. Jh.), lat. cōnservātor ‘Bewahrer, Erhalter, Retter’. Konserve f. ‘haltbar gemachte Nahrungs- oder Genußmittel’ (19. Jh.), älter in der Apothekersprache ‘mit Zucker haltbar gemachte Kräuter, Früchte, Blüten’ (16. Jh.); vgl. mlat. conserva ‘Wasserbehälter zur Haltung von Frischfischen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Blechbüchse · ↗Büchse · ↗Dose · Konserve · ↗Konservenbüchse · ↗Konservendose
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Batterie Blutgruppe Blutkörperchen Fertiggericht Gemüse Gurke Keks Marinade Marmelade Mehl Milchprodukt Mineralwasser Nudel Obst Regal Reis Seife Spirituose Tiefkühlkost Tiefkühlprodukt Trockenfrucht Vorrat Waschmittel Wurst Wurstware horten mitgebracht verdorben vorrätig Öffnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konserve‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich schmecken Konserven deutlich besser, wenn sie selbst gemacht sind.
Die Zeit, 28.11.2011, Nr. 48
Getanzt wird gar nicht, die Musik kommt aus der Konserve.
Der Tagesspiegel, 15.02.1998
Bombierte Konserven sind verdorben und können nicht mehr verwendet werden.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 251
Man ging hin, brachte ihnen eine tote Mutter und kriegte sie als Konserve wieder.
Kunert, Guenter: Im Namen der Huete. Muenchen: Carl Hanser Verlag, 1967, S. 58
Bei Mangel an frischem Gemüse sind Konserven gut zu verwenden.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 387
Zitationshilfe
„Konserve“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Konserve>, abgerufen am 23.10.2019.

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