Konkubine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Konkubine · Nominativ Plural: Konkubinen
Aussprache
WorttrennungKon-ku-bi-ne (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltend Frau, die im Konkubinat lebt
Beispiel:
er heiratete schließlich seine Konkubine
Nebenfrau, Mätresse
Beispiel:
es [das Gesetz] beraubt mich auch dessen, was mein Mann zu seinen Konkubinen trägt [HagelstangeSpielball170]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konkubine · Konkubinat
Konkubine f. ‘ohne gesetzliche Eheschließung mit einem Manne zusammen lebende Frau, Geliebte, Mätresse’, entlehnt (um 1400) aus gleichbed. lat. concubīna. Juristisch bedeutet lat. concubīna ‘mit einem Unverheirateten lebende Frau’ (z. B. eine Freigelassene, mit der nach römischem Recht eine vollgültige Eheschließung nicht zulässig war). Dazu lat. concubīnātus ‘gesetzlich erlaubtes Zusammenleben von Mann und Frau ohne vollgültige Eheschließung’, woraus Konkubinat n. ‘eheliche Gemeinschaft ohne gesetzliche Bestätigung, wilde Ehe’ (17. Jh.). Vgl. lat. concumbere (concubitum) ‘sich zu jmdm. legen, mit jmdm. schlafen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geliebte · ↗Hetäre · Konkubine · ↗Kurtisane · ↗Mätresse · ↗Nebenfrau · ↗Zweitfrau
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ehefrau Eunuch Kaiser König Lebewohl Mätresse Skandal Sklave Sklavin betrunken kaiserlich zeugen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konkubine‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ausgenommen waren lediglich die Söhne aus Verbindungen mit einer nicht-arabischen Konkubine.
Heine, Peter: Khalif. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 763
Sie wurde seine Konkubine, ein ganzes Jahr lang, das Paar reiste und vergnügte sich.
Die Zeit, 08.08.2011, Nr. 32
Als weiterer ausländischer Film wurde Lebewohl, meine Konkubine für den Golden Globe vorgeschlagen.
Süddeutsche Zeitung, 03.01.1994
Bei der Belagerung der Stadt wurde auch sie erobert und ergriff den Beruf der Konkubine.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 138
Die Hetäre wird ausgeschlossen, die Konkubine soll in ihrem Rechtsstatus möglichst der verheirateten F. angeglichen werden.
Freytag, W.: Frau. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 1268
Zitationshilfe
„Konkubine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Konkubine>, abgerufen am 18.10.2019.

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