Konfekt, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Konfekt(e)s · Nominativ Plural: Konfekte · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungKon-fekt
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Konfekt‹ als Erstglied: ↗Konfektmacher · ↗Konfektschachtel  ·  mit ›Konfekt‹ als Letztglied: ↗Eiskonfekt
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutungen

Konfekt (Pralinen)
(Kjetil Ree, CC BY-SA 3.0)
1.
Pralinen o. Ä.
Beispiele:
Im Hotel »Adlon« stand Konfekt aus Marzipan […] auf dem Salontisch […]. [Die Welt, 05.07.2000]
Auf dem Tisch stehen zur Begrüssung eine Fruchtschale und eine Platte mit Konfekt wie Macarons und Pralinen. [Neue Zürcher Zeitung, 20.02.2015]
Das Beste aber, was aus einer Ardèche-Kastanie werden kann, ist ein »Marron Glacé«. […] Wie Raureif umgibt eine zarte Zuckerkruste die feine Nascherei, die in Frankreich als Königin des Konfekts gilt. [Die Welt, 15.11.2003]
Zur Herstellung von Konfekt und zahlreichen anderen guten Sachen dienen meist besondere Maschinen, in denen die Schokolade in Formen gepreßt wird. [Welt und Wissen, 1927]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: feines, süßes Konfekt
in Koordination: Konfekt und Schokolade, Gebäck
als partitive Apposition: eine Schachtel Konfekt
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Konfekt aus Marzipan
Konfekt (Gebäck)
(Schläsinger, CC BY-NC 4.0)
2.
(besonders) süddeutsch, österreichisch, schweizerisch Teegebäck
Beispiele:
Im Sommer treffen sich dort die Damen unter schattigen Ahornbäumen zu Tee und Konfekt […]. [Die Zeit, 01.12.1995, Nr. 49]
Wiens Zuckerbäcker zaubern Süßes wie Pralinen, Konfekt und Torten […]. [Spiegel, 05.06.2013 (online)]
Schon im Hinblick auf das näherrückende Fest wird das Hotel […] eine »vorweihnachtliche Vollwert-Backstube« einrichten, in der Stollen, Kuchen und Konfekt aus echtem Schrot und Korn gefertigt werden. [Die Zeit, 04.09.1987, Nr. 37]
Kollokation:
in Koordination: Tee und Konfekt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Konfekt n. ‘feine Süßwaren (Pralinen), süßes Kleingebäck’ ist ein Wort aus der Apothekersprache. Mhd. confect ‘zubereitete Arznei, Medikament’ (14. Jh.) bezeichnet speziell alle Arten von eingezuckerten oder eingekochten Früchten oder Latwergen (mit Sirup oder Mus verrührte Pulver), wie sie zu Heilzwecken verwendet werden; es ist aus gleichbed. mlat. confectum entlehnt, dem (erst im Mlat.) substantivierten Part. Perf. Neutr. von lat. cōnficere ‘fertigmachen, zustande bringen, zusammenbringen, zubereiten’ (vgl. lat. facere ‘machen, tun’ und s. ↗kon-), und bedeutet eigentlich ‘Zubereitetes’; s. auch ↗Konfektion, ↗Konfetti, ↗Konfitüre. Seit dem 15. Jh. tritt Konfektion ‘Zubereitung, Herstellung von Heilmitteln’, auch ‘Heilmittel’ (vgl. lat. cōnfectio medicāmentī) neben Konfekt im alten Sinn. In der Bedeutung ‘Zucker-, Backwerk’ wird Konfekt im 16. Jh. geläufig.

Thesaurus

Synonymgruppe
Konfekt · Pralinen
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blume Brot Gebäck Kaffee Kuchen Marzipan Obst Praline Schachtel Schale Schokolade Tee Wein essen fein russisch süß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Konfekt‹.

Zitationshilfe
„Konfekt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Konfekt>, abgerufen am 16.07.2019.

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