Kompensation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kompensation · Nominativ Plural: Kompensationen
Aussprache
WorttrennungKom-pen-sa-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Kompensation‹ als Erstglied: ↗Kompensationsgeschäft · ↗Kompensationspolitik  ·  mit ›Kompensation‹ als Letztglied: ↗Überkompensation
eWDG, 1969

Bedeutung

Ausgleich
a)
Wissenschaft Ausgleich durch gegenseitige Aufhebung von Wirkungen oder Ursachen
Beispiel:
Bei Scheidungen liegt meist eine ungenügende Kompensation der triebhaften durch die menschliche Liebe zugrunde [Dt. Literaturzeitg.1958]
b)
Kaufmannssprache Ausgleich durch Verrechnung, Entschädigung
Beispiel:
als Kompensation für den angerichteten Schaden wurden vor allem Waren angeboten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kompensieren · Kompensation
kompensieren Vb. ‘aufwiegen, ausgleichen, aufrechnen’, im 16. Jh. als juristischer Terminus aus dem schon in der römischen Rechtssprache üblichen gleichbed. lat. compēnsāre entlehnt, vgl. lat. pēnsāre ‘wägen, beurteilen, ausgleichen’, Intensivbildung zu lat. pendere ‘(ab)wägen’ (s. ↗Pensum), und s. ↗kon-. Kompensation f. ‘Ausgleich, Aufhebung’ (17. Jh.), lat. compēnsātio (Genitiv compēnsātiōnis).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausgleich · ↗Gegenleistung · Kompensation
Unterbegriffe
  • Schadensersatz  ●  ↗Schadenersatz  österr.
  • Gegenlichtausgleich · Gegenlichtkompensation
  • deutsch-böhmischer Ausgleich · deutsch-tschechischer Ausgleich · österreichisch-tschechischer Ausgleich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitgeberanteil Arbeitgeberbeitrag Arbeitgeberbelastung Arbeitgebernkosten Beitragsbelastung Benachteiligung Einnahmeausfall Entfernungspauschale Feiertag Karenztag Kompensation Kriegsschaden Kriegsverlust Mehrbelastung Minderwertigkeitskomplex Modernisierungsschaden Pflegeversicherung Spediteur Steuerausfall Transportgewerbe Vermögensschade Wegfall angeboten ausreichend finanziell materiell teilweise territorial versprochen Überhangmandat

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kompensation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn wenn eine Regierung überhaupt noch Reformen vor Wahlen wagt, muss sie über Kompensationen für die vermeintlichen Verlierer nachsinnen.
Der Tagesspiegel, 27.10.2000
Die Kompensation führte nicht in allen Fällen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.
C't, 1999, Nr. 11
Dem widerspricht nicht, daß teils mit Methoden der Rehabilitation, teils durch Training oder Kompensation versucht wird, solche Störungen immer unbedeutender zu machen.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 18
Die Verluste des Griechentums an den Islam fanden ihre ostchristliche Kompensation.
Rubin, Berthold: Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 6926
In diesem Falle tritt die Kompensation in Form einer kontrastierenden Funktion auf.
Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 606
Zitationshilfe
„Kompensation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kompensation>, abgerufen am 21.09.2019.

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