Kompagnon, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Kompagnons · Nominativ Plural: Kompagnons
Aussprache
WorttrennungKom-pa-gnon · Kom-pag-non (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1969

Bedeutung

Kaufmannssprache Teilhaber, Mitinhaber
Beispiele:
ein Geschäft mit einem Kompagnon betreiben
man könne ihn keinesfalls als Kompagnon der neuen Firma eintragen lassen [G. Hauptm.4,250]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kompagnon m. ‘Geschäftsteilhaber, Mitinhaber’ (17. Jh.), älter ‘Geselle’ (16. Jh., vereinzelt schon mhd. kompānjūn, kumpānjūn), ist eine Entlehnung von gleichbed. afrz. frz. compagnon, eigentlich ‘Geselle, Genosse’, das auf spätlat. compāniōnem, Akkusativ von compānio ‘Brot-, Speisegenosse, Kamerad’ (Lex Salica, 6. Jh.) zurückgeht. Mit dem Präfix lat. com- ‘zusammen, mit’ (s. ↗kon-) zu lat. pānis ‘Brot’ gebildet, bezeichnet es den, ‘der das Brot mit (einem) anderen gemeinsam hat’, und ist die genaue Nachbildung (wohl der lat. Heeressprache) eines germ. Ausdrucks, wie er in got. gahlaiba, ahd. gi(h)leibo (9. Jh.; zu got. hlaifs, ahd. (h)leib ‘Brot’, s. ↗Laib) überliefert ist (s. ↗Kompanie, ↗Kumpan; zur Bildungsweise s. auch ↗Bauer).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kompagnon · ↗Mitbesitzer · ↗Partizipant · ↗Teilhaber
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruder Freund Geschäftsführer aufmachen auszahlen beid betreiben damalig ehemalig einstig eröffnen ewig früh gründen langjährig leiten stürmend trennen verurteilen überlassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Kompagnon‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dass sich die Erde mit der Zeit immer langsamer dreht, lässt allerdings auch ihren Kompagnon, den Mond, nicht unbeeindruckt.
Der Tagesspiegel, 03.08.1999
In einer prekären Situation wollte er den Kompagnon voll in die Verantwortung hineinziehen.
Der Spiegel, 11.01.1982
Meine Kompagnons reiben sich die Hände und freuen sich über den glückverheißenden Anfang.
Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8274
Thomas Lieven blickte danach lächelnd zu seinem ehemaligen Kompagnon hinüber.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 896
Er stand zusammen mit seinem Kompagnon, Herrn Strunck, und grüßte den Konsul durchaus nicht.
Mann, Thomas: Buddenbrooks, Frankfurt a. M.: Fischer 1989 [1901], S. 176
Zitationshilfe
„Kompagnon“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kompagnon>, abgerufen am 23.04.2019.

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