Kommersbuch

GrammatikSubstantiv
WorttrennungKom-mers-buch (computergeneriert)
WortzerlegungKommersBuch
eWDG, 1969

Bedeutung

Studentensprache studentisches Liederbuch
Beispiel:
Wir hatten ... das halbe Kommersbuch heruntergebrüllt [G. Hauptm.4,317]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kommers · Kommersbuch
Kommers m. n. ‘festlicher studentischer Umtrunk’ (Commerce, Kommersch 2. Hälfte 18. Jh.), in die Studentensprache entlehnt aus frz. commerce ‘Verkehr’, wohl im Sinne von ‘Gemeinschaft’ in Anlehnung an lat. commercium (s. ↗Kommerz). Kommersbuch n. ‘Sammlung geselliger Studentenlieder’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Fest führt uns alle humorvollen Gestalten des Kommersbuches in charakteristischen Typen vor.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 01.03.1910
Sie singen zwar auch, aber ihr Kommersbuch ist eine Leihgabe, die sie vom großen Bruder entlehnt haben.
Die Zeit, 17.05.1963, Nr. 20
Es waren für den Kommers primitive Töpfchen als Seidel gebrannt, Bier beschafft und sogar ein kleines Kommersbuch gedruckt.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3211
Deutschland war ein deutscher Heimatfilm, ein deutsches Kommersbuch und ein deutscher Fußball.
Die Zeit, 12.06.1959, Nr. 24
Zitationshilfe
„Kommersbuch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/Kommersbuch>, abgerufen am 19.10.2019.

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